Bayern Münchens Cheftrainer Vincent Kompany ist nach rund einer Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das sagte Sportvorstand Max Eberl vor dem DFB-Pokalspiel der Münchner gegen den Zweitligisten 1. FC Magdeburg in der ARD. Bei dem Belgier sei eine Hirnhautreizung festgestellt worden, die den Zwischenfall am vergangenen Freitag ausgelöst habe.
„Es geht ihm ehrlicherweise den Umständen entsprechend gut. Er ist heute aus dem Krankenhaus entlassen worden, das ist die größte und schönste Nachricht für uns alle“, sagte Eberl. Kompany könne seine Reha nun zu Hause absolvieren. Diese bedeute in seinem Fall vor allem viel Ruhe. Bis auf Weiteres werde der Trainer von seinem Assistenten Aaron Danks vertreten, der Kompany vor dessen Entlassung noch im Krankenhaus besucht habe.
Eberl: „Es ist eine Krankheit“
Der 53-jährige Sportvorstand widersprach der These, der Kollaps könne auch eine Folge zu hohen Drucks sein. „Es ist eine Krankheit. Die kann jeder von uns bekommen. Das hat nichts mit dem Druck zu tun, den wir in der Bundesliga haben“, sagte Eberl auf eine entsprechende Nachfrage.
Eberl sprach von „einer schweren Zeit“ für den Verein. „Man merkt, wie der Club zusammensteht.“ Derzeit fehlt den Münchnern auch Führungsspieler Joshua Kimmich nach dem Tod seines Vaters.
Zusammenbruch nach dem Abschlusstraining
Kompany war am vergangenen Freitag zusammengebrochen, als er nach dem Abschlusstraining der Profis für das Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg noch beim Training der Bayern-Amateure zuschaute. Der Notarzt musste alarmiert werden. Zuvor hatte der frühere belgische Nationalspieler nach eigenen Angaben mit einem „ziemlich saftigen Virus" zu kämpfen gehabt. „Ich bin mir sicher, dass er ganz bald wieder bei 100 Prozent ist“, sagte Eberl über den Cheftrainer. (mit dpa)
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