BERLIN. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr von bis zu 2,8 Prozent für möglich. Damit erhöht der Verband die Prognose in seinem Konjunktur-Report um 0,3 Prozentpunkte. Die Daten beruhen auf einer Befragung des BDI unter seinen Mitgliedern. "Der Aufschwung wird weiterhin vor allem von der dynamischen Exportwirtschaft getragen", sagte BDI-Geschäftsführer Klaus Bräunig gestern in Berlin. Die gesamten Ausfuhren könnten 2007 mit voraussichtlich zehn Prozent erneut stärker als der Welthandel steigen.Risiken für den ExportKräftige Impulse erhielt die Konjunktur laut BDI auch von den erhöhten Inlandsinvestitionen der deutschen Industrie: Trotz Mehrwertsteuererhöhung sei die Nachfrage nach Anlagegütern in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, die nach Ausrüstungen sogar um 5,5 Prozent. Diese Dynamik wird sich nach Angaben des Industrieverbandes weiter fortsetzen. Auch der private Konsum zeige nach einem schwachen Jahresstart seit Mai eine spürbare Belebung und werde bis Ende 2007 ein moderates Wachstum verzeichnen.Zudem profitiere Deutschland von der wachsenden Weltwirtschaft: Allerdings bestünden durch den hohen Wechselkurs des Euro und die schwächelnde US-Wirtschaft Risiken für den Export. Die amerikanische Nachfrage nach deutschen Gütern sank im ersten Quartal um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Diese Entwicklung wurde bisher durch die verstärkten Exporte in die Schwellenländer aufgefangen", sagte Bräunig. Auch Russland importierte im ersten Quartal 32,5 Prozent mehr deutsche Produkte als im Vorjahreszeitraum, die Nachfrage in den zwölf neuen EU-Staaten stieg durchschnittlich um 22,7 Prozent. In Länder der Euro-Zone gehen insgesamt 42 Prozent der deutschen Exporte. (xsvo.)
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