BERLIN. Zwei Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft denken über eine Fusion nach: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine Zusammenführung beider Verbände prüfen soll. Die Arbeitsgruppe wird von den beiden Verbandspräsidenten Jürgen Thumann (BDI) und Ludwig Georg Braun (DIHK) geleitet.DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte gestern dazu, dass die Gespräche ganz am Anfang stehen würden: "Inhaltliche Vereinbarungen oder weitere Details gibt es bislang nicht". Auf einem ersten Treffen seien zunächst die jeweiligen Sichtweisen ausgetauscht worden, um eine Basis für weitere Gespräche zu schaffen. Die Arbeitsgruppe soll "binnen kurzer Zeit" zu einem Ergebnis kommen.Der Branchenverband des Maschinen- und Anlagenbaus VDMA zeigte sich den Plänen aufgeschlossen. VDMA-Präsident Dieter Brucklacher sagte der Berliner Zeitung: "Der Dialog mit der Politik ist in den Zeiten der Globalisierung von fundamentaler Bedeutung für die Wirtschaft. Dazu gehört zu überlegen, wie man diesen Dialog am besten führen kann. Alles, was der Industrie dient, schlagkräftiger zu werden, wird von unserem Verband unterstützt." Brucklacher betonte ausdrücklich, dass das Ergebnis der Prüfung einer näheren Zusammenarbeit offen sei. "Die Überlegungen können zu zwei Ergebnissen führen: Entweder man geht zusammen oder lässt es beim alten. Das Ergebnis ist offen." (ml.)
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