Ein 23-Jähriger näherte sich demnach der Trauergemeinde und warf einen bislang unbekannten Gegenstand in die Menge. Fünf Menschen wurden leicht verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Hamburg: Explosionen auf Hausdach in HafenCity – dunkle Rauchwolke
Der verdächtige Mann wurde anschließend von mehreren Trauergästen verfolgt und eingeholt. Nach offiziellen Angaben wurde der Tatverdächtige dabei durch Schläge schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.
Sprengkörper-Wurf auf Trauergemeinde in Altbach: Polizei im Großeinsatz
Mehrere Notrufe gingen bei der Polizei ein, in denen von einer Explosion berichtet wurde. Daraufhin rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr aus. In ersten Notrufen von Anwohnern war nach Angaben der Polizei auch von Schüssen die Rede, was sich später aber als Fehlinformation herausstellte.
Zunächst war von zwei Tatverdächtigen die Rede gewesen. Es werde ermittelt, ob weitere Personen beteiligt gewesen seien, hieß es am Abend. Die Hintergründe der Attacke sind völlig unklar. Da die Polizei Zusammenhänge mit einer Serie von Schüssen in Baden-Württemberg nicht ausschließt, hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Man werde mögliche Verbindungen prüfen, sagte ein Sprecher.
Altbach: Mitarbeiter der Spurensicherung suchen nach Spuren an einem Tatort auf einem Friedhof. Durch den Wurf eines explodierenden Gegenstands auf eine Trauergemeinde gab es mehrere Verletzte.
© Christoph Schmidt/dpa
Art des Sprengkörpers wird untersucht
Die Polizei sprach von einer sehr aggressiven Stimmung auf der Trauerfeier. Um welche Art von Sprengkörper es sich gehandelt habe, ist nun Gegenstand weiterer kriminaltechnischer Untersuchungen. Die Polizei hatte zunächst von einem Knallkörper gesprochen. Ein Sprecher sagte später, es müsse ermittelt werden, was für ein Gegenstand genau geworfen wurde – ob es ein handelsüblicher Böller gewesen sei oder etwa eine selbstgebaute Sprengvorrichtung. Sicherheitskreisen zufolge erlitten die Trauergäste „Brand- und Splitterverletzungen“.
Der 20-jährige Mann, der beerdigt wurde, sei vor einer Woche bei einem Bahnunfall ums Leben gekommen. Die Polizei schließt dabei Fremdverschulden aus. Am Bahnhof in Altbach wurden Kerzen, Fotos und Blumen abgelegt. „Dass man so etwas auf einer Trauerfeier macht, ist höchste Respektlosigkeit“, sagte einer, der den Toten kannte. „Das ist nicht zu verzeihen.“
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