Bei jedem Wetter ist Michael Dreißig mit beinahe 1 000 Schafen und einem Ziegenbock unterwegs. Das Revier des 39-Jährigen reicht von Dahlwitz-Hoppegarten bis Hönow (Märkisch-Oderland). Dreißigs Herde grast auch in Schöneiche und Vogelsdorf. Die Tiere sind immer im Freien. Die Nächte verbringen sie hinter einem Elektrozaun. Nur wenn bei Frost und Schnee die Futtersuche schwer wird, gibt Dreißig seinen Schafen Heu. Ende der 70er-Jahre hütete er noch in Hellersdorf und Marzahn dort, wo heute Häuser stehen. Anfang der 90er-Jahre wurde der Schäfer selbstständiger Unternehmer. "Ein Stallneubau lohnt sich bei den Fleischpreisen heute nicht mehr", sagt Dreißig, der in Dahlwitz-Hoppegarten auch eine Pferde-Pension unterhält. Seit Abschluss der Rennsaison in Hoppegarten im Oktober treibt er seine Schafe auch auf die Rennbahn.
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