SENFTENBERG. Die Beißattacke eines Hundes, bei der 1999 in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde, bleibt vorerst ungeklärt. Das örtliche Amtsgericht setzte jetzt den 27-jährigen Alexander K., der seit 26. Juli in Untersuchungshaft saß, wieder auf freien Fuß. Das Gericht befand, dass die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Cottbus den dringenden Tatverdacht gegen ihn "eher entkräften". Das teilte Ralf Symanzick, der Anwalt des Beschuldigten, am Freitag mit. K. wurde vorgeworfen, sein Boxermischling habe am 3. Oktober 1999 in der Nähe der Kneipe "Pick up" in Senftenberg einen 29-jährigen Mann gebissen. Die Bisse selbst waren nicht lebensgefährlich. Das waren erst die Schläge, mit denen das Opfer danach traktiert wurde. Täter und Hund flüchteten. Passanten brachten den Verletzten ins Krankenhaus.Da die Ermittler auf der Jacke des Opfers frischen Hundespeichel fanden, wurden alle Boxer und Boxer-Mischlinge Senftenbergs einem bei Tieren selten angewandten Speicheltest unterzogen. Per DNA-Analyse sollte der Beißer festgestellt werden. "Durch diesen so genannten genetischen Fingerabdruck konnten wir nachweisen, dass es der Hund von Alexander K. war", sagte Staatsanwältin Petra Hertwig. Anwalt Symanzick überzeugte das Gericht, dass der DNA-Test nicht reiche, so lange andere Beweise für die Tat fehlen. K. behauptete, er habe damals seinen Hund nach durchzechter Nacht vor der Kneipe angeleint vergessen. (bla.)
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