Benefiz-Konzert für die Sanierung der Gedächtniskirche

Klassisches für einen guten Zweck

Mathias Raabe
2 Min

Die ersten 30 000 Euro sind bereits zusammengekommen, und auch der Senat hat angekündigt, sich mit 1,5 Millionen Euro an den Kosten zu beteiligen. Trotzdem ist noch eine gehörige Summe an Spendengeld nötig, um den maroden Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu sanieren. Mindestens 3,3 Millionen Euro werden dafür gebraucht, sagt Pfarrer Martin Germer. Um so mehr freute sich Germer am Freitagabend über den regen Zuspruch zu der von Gemeinde und der Stiftung der Gedächtniskirche organisierten Benefizveranstaltung. "Wir sind fast ausverkauft." Und da die Eintrittskarten 25 Euro kosteten, waren an dem Abend bei rund 800 Gästen 20 000 Euro zusammenkommen (Spendenkonto 27 80 78 00 00, Berliner Bank, BLZ 100 200 00).Erschienen waren unter anderem der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, und der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Manfred von Richthofen. "Die Gedächtniskirche ist für Berlin eines der wesentlichen Wahrzeichen", sagte Manfred von Richthofen. Der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Gedächtniskirche, Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, sagte: "Die Kirche ist ohne den alten Turm nicht denkbar. Sie ist Symbol der Freiheit und des Durchhaltewillens der Berliner in schwierigen Zeiten."In der Kirche, die 1895 eingeweiht, 1943 weitgehend zerstört und 1961 wiedereröffnet wurde, gab es ein Konzert mit Kammersänger Jochen Kowalski sowie der Sopranistin Laila Salome Fischer. Auf dem Programm standen unter anderem Werke von Glinka, Händel, Purcell und Louis Ferdinand Prinz von Preußen.Mit dem Konzert wurde auch der 100. Geburtstag des Prinzen Louis Ferdinand begangen. Der 1994 verstorbene Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. hatte sich maßgeblich für den Erhalt der Ruine des Turmes der Gedächtniskirche eingesetzt. Denn Architekt Egon Eiermann hatte zunächst geplant, das 68 Meter hohe Fragment, das heute als Wahrzeichen von West-Berlin gilt, abzureißen und die Kirche komplett durch einen Neubau zu ersetzen. Von Prinz Louis Ferdinand, der bis zu seinem Tod Vorsitzender der Stiftung Gedächtniskirche war, stammt übrigens die Tonfolge, die stündlich vom Alten Turm erklingt.------------------------------Foto: Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen und seine Frau Sybille beim Konzert.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner