Der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für einen Liter Superbenzin der Sorte E10 hat am Mittwoch mit 2,215 Euro einen neuen Höchstwert erreicht. Damit wurde die bisherige Bestmarke von 2,203 Euro aus dem März 2022 knapp übertroffen. Das teilte der ADAC am Donnerstag mit.
Als Auslöser für den jüngsten Preisanstieg nennt der Automobilclub das Wiederaufflammen des Kriegs im Iran. E10 ist eine Kraftstoffsorte mit einem Bioethanolanteil von bis zu zehn Prozent.
Trotz des nominalen Rekords relativiert sich der aktuelle Wert bei einem Blick auf die Kaufkraft: Rechnet man die Inflation heraus, lagen die Spritpreise im Jahr 2012 höher als derzeit.
Preisgestaltung der Konzerne für ADAC nicht nachvollziehbar
Der ADAC übt an dieser Entwicklung deutliche Kritik. Nach Einschätzung des Verbands lässt sich der Preisanstieg nicht allein mit der Entwicklung der Rohölnotierungen begründen. So habe der Preis für Rohöl der Sorte Brent im April phasenweise deutlich über dem Augustniveau gelegen – dennoch seien Benzin und Diesel damals spürbar günstiger gewesen als im Spätsommer.
Zwar räumt der ADAC ein, dass auch Faktoren wie Steuern und Vertriebskosten in die Kalkulation einfließen. Die Preisgestaltung der Mineralölkonzerne bleibe dennoch nicht nachvollziehbar, so der Verband.
In den letzten 24 Stunden lag der Preis für E10 in Berlin im Mittel bei 2,23 Euro.
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