Ein 18-jähriger Wanderer ist am Dienstagnachmittag in den Affensteinen des Elbsandsteingebirges rund acht Meter tief in eine Schlucht gestürzt. Die Bergwacht Bad Schandau konnte den jungen Mann nach einem aufwendigen Einsatz bergen und per Rettungshubschrauber in ein Dresdner Krankenhaus bringen.
Der Unfall ereignete sich an der Spieß-Aussicht am Zurückesteig nahe Schmilka. Der 18-Jährige war Teil einer größeren Jugend-Wandergruppe und kam beim Klettern ins Rutschen. In der Spalte konnte er sich an einem Baum festhalten und so einen weiteren Absturz verhindern. Mehrere seiner Begleiter stiegen sofort zu ihm hinab, um ihn zu stützen, während andere den Notruf absetzten.
Insgesamt neun Einsatzkräfte der Bergwacht rückten aus. Da die genaue Position des Verunglückten zunächst unklar war, teilten sich die Retter auf: Ein Fahrzeug kam von oben über den Winterberg, das andere von unten über die Lehne. So konnte das schwer zugängliche Gelände schnell abgesucht werden.
Luftretter der Bergwacht im Einsatz
Ein Luftretter der Bergwacht wurde an der Wildwiese vom Rettungshubschrauber aus Bautzen aufgenommen. Gemeinsam mit einem Notarzt ließ er sich direkt an der Einsatzstelle ab. Die beiden stiegen in die Schlucht hinab, sicherten den jungen Mann gegen einen weiteren Absturz und brachten ihn auf das Plateau am Zurückesteig.
Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der 18-Jährige mit der Rettungswinde in den Hubschrauber aufgenommen und zur weiteren Behandlung nach Dresden geflogen. Über die Schwere seiner Verletzungen liegen bislang keine Angaben vor.
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