US-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben keine Gefahr eines russischen Angriffs auf einen Nato-Staat. „Ich bin überhaupt nicht besorgt. Es gibt kein Problem“, sagte Trump dem Nachrichtenportal Axios am Donnerstag auf die Frage nach möglichen russischen Provokationen gegen Nato-Mitglieder.
Hintergrund sind Berichte über den geheimen Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in dieser Woche. Mehrere Medien hatten berichtet, Ratcliffe habe Russland vor einem Angriff auf einen Nato-Staat warnen sollen. Trump wies dies gegenüber Axios zurück. Er bezeichnete die Reise als Routine und sagte, Ratcliffe treffe seinen russischen Gesprächspartner etwa alle sechs bis zwölf Monate.
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Peskow weist Berichte über mögliche russische Angriffe gegen Nato zurück
Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, bestätigte laut Axios ein Treffen mit Ratcliffe. Die Gespräche seien ein regulärer Teil der Arbeit gewesen und hätten sich unter anderem um Geheimdienstangelegenheiten gedreht. Naryschkin habe den Termin als nicht außergewöhnlich dargestellt.
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte Berichte über angebliche russische Angriffspläne gegen westliche Staaten ebenfalls zurückgewiesen. Russland sehe sich vielmehr einer „sehr aggressiven Politik“ europäischer Länder ausgesetzt, sagte Peskow am Donnerstag laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Behauptungen über russische Pläne gegen die Nato hätten „keine Grundlage“ und entsprächen nicht den Absichten Moskaus.
Bericht: Ratcliffe traf FSB-Chef und sprach über Ukraine-Krieg
Die New York Times berichtet unter Berufung auf gegenwärtige und frühere US-Regierungsvertreter, Ratcliffe habe sich in Moskau mit Alexander Bortnikow, dem Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, getroffen. Demnach habe der CIA-Direktor eine „düstere Einschätzung“ der militärischen und wirtschaftlichen Lage Russlands übermittelt.
Die russischen Streitkräfte hätten im Krieg gegen die Ukraine hohe Verluste erlitten, während ihre Geländegewinne zuletzt weitgehend zum Stillstand gekommen seien, so die Zeitung. Vor diesem Hintergrund habe Ratcliffe Bortnikow zu ernsthaften Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgefordert.
Die New York Times erklärt die Wahl Bortnikows als Gesprächspartner damit, dass die Geheimdienste seit Langem über direkte Kommunikationskanäle miteinander verfügen. US-Vertreter hätten zudem gehofft, dass eine Botschaft des CIA-Chefs über diesen Kanal für den russischen Präsidenten Wladimir Putin als ehemaligem Geheimdienstoffizier dringlicher und glaubwürdiger wirken könnte als eine Mitteilung auf diplomatischem Weg.
Ratcliffe habe Bortnikow dem Bericht zufolge nicht mit möglichen Konsequenzen für den Fall gedroht, dass Russland den Krieg fortsetzt. Vor seinem Besuch habe er zudem mit ukrainischen Ansprechpartnern gesprochen und ihnen versichert, dass er in Moskau die russische Position ausloten, aber keine Zugeständnisse im Namen der Ukraine machen werde.
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