Die USA führen offenbar Friedensgespräche mit russischen und ukrainischen Vertretern in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Staatssekretär der US-Armee, Daniel Driscoll, sei am Montag für Verhandlungen in Abu Dhabi eingetroffen, berichteten die Financial Times und CBS News übereinstimmend.
„Driscoll traf sich [am Montagabend] in Abu Dhabi zu einem mehrstündigen Gespräch mit Mitgliedern der russischen Delegation“, sagte ein anonymer US-Beamter gegenüber CBS News. Am Dienstag sollen demnach erneute Gespräche stattfinden, um den „Friedensprozess zu besprechen und die Friedensverhandlungen zügig voranzutreiben“.
USA und Ukraine überarbeiteten Friedensplan
Die genaue Zusammensetzung der russischen und US-amerikanischen Delegation und ob es gemeinsame Gespräche mit den Vertretern der drei Länder geben würde, war den Berichten zufolge zunächst unklar. Laut der Financial Times soll Driscoll jedoch in Abu Dhabi auch auf den Leiter des militärischen Auslands-Geheimdienstes, Kyrylo Budanow, treffen.
„Driscoll war in den vergangenen Tagen ziemlich intensiv in diesen Friedensprozess eingebunden“, sagte ein US-Beamter der Financial Times unter Verweis auf die Gespräche mit ukrainischen Vertretern in den vergangenen Tagen. Die Ukraine wisse „natürlich, was vor sich ging“, hieß es weiter.
Zuvor hatte unter anderem der Guardian unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, dass Driscoll, den Trump zuletzt zu seinem neuen Sondergesandten für die Ukraine ernannt hat, möglicherweise in den kommenden Tagen zu Gesprächen nach Moskau reisen könnte. In der vergangenen Woche besuchte er zudem die ukrainische Hauptstadt.
Die aktuellen Gespräche erfolgen vor dem Hintergrund eines Vorschlags der USA für ein mögliches Ende des Kriegs in der Ukraine. Der Plan, der zunächst 28 Punkte enthielt, wurde im Rahmen von Verhandlungen in Genf zwischen den USA und der Ukraine gemeinsam überarbeitet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, der Plan enthalte nun „weniger Punkte“ als 28. Dabei seien „viele wichtige Aspekte“ berücksichtigt worden, es seien jedoch weitere Absprachen nötig, um das Dokument zu finalisieren.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte der Financial Times zufolge am Montag, dass es derzeit keine Pläne für ein persönliches Treffen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump gebe. Das Weiße Haus zeige sich nach den Gesprächen in Genf jedoch „optimistisch“.
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