Grönland

Bericht: USA planen zwei neue Militärstandorte in Grönland

Die USA wollen ihre Militärpräsenz in Grönland ausweiten. Geplant sind einem Bericht zufolge zwei neue Standorte neben dem bestehenden Stützpunkt Pituffik.

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Das US-Konsulat in Nuuk.

Das US-Konsulat in Nuuk.

© Julia Wäschenbach/dpa

Die USA wollen ihre militärische Präsenz in Grönland offenbar deutlich ausweiten. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sollen neben dem bestehenden US-Stützpunkt Pituffik zwei weitere Militärstandorte auf der Insel eingerichtet werden.

Dabei handelt es sich laut mit der geplanten Vereinbarung vertrauten Quellen um Narsarsuaq im Süden der Insel und Mestersvig an der Ostküste, wie Reuters berichtet. In Narsarsuaq befand sich demnach bereits früher ein US-Militärstandort, der in den 1950er Jahren geschlossen wurde. Mestersvig wird dem Bericht zufolge derzeit von der Sirius-Schlittenhundpatrouille genutzt, einer dänischen Spezialeinheit.

Grönland-Streit: Trump verkündete Einigung

US-Präsident Donald Trump will am Dienstag in New York gemeinsam mit dem dänischen Ministerpräsidenten Mette Frederiksen und dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen eine Vereinbarung unterzeichnen. Diese soll eine größere US-Militärpräsenz auf Grönland ermöglichen, erklärten die Quellen laut Reuters. Die Zeremonie soll demnach am Rande der UN-Generalversammlung stattfinden.

Trump hatte vor einigen Tagen auf Truth Social erklärt, die Vereinbarung gewähre den USA „die dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Bedürfnisse in Grönland“. Dänemark hatte betont, dass die Vereinbarung die Souveränität des Landes und das Recht Grönlands auf Selbstbestimmung respektiere.

Der Text der Vereinbarung ist bislang nicht veröffentlicht. Nach Angaben von Reuters ist zudem noch unklar, ob sie den Verteidigungsvertrag zwischen den USA und Dänemark von 1951 verändert oder einen neuen rechtlichen Rahmen für die US-Präsenz schafft. Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen erklärte laut Reuters, die Vereinbarung stelle die Sicherheit der Arktis unter die Aufsicht der Nato.

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Nur noch ein US-Militärstützpunkt in Grönland

Die geplante Ausweitung der US-Militärpräsenz folgt monatelangen Spannungen zwischen Washington, Kopenhagen und Nuuk. Trump hatte wiederholt erklärt, die USA müssten Grönland kontrollieren, und einen militärischen oder wirtschaftlichen Zwang zur Übernahme nicht ausgeschlossen. Dänemark und Grönland hatten eine Übernahme der Insel durch die USA mehrfach zurückgewiesen. Nach Angaben von Reuters lösten seine Äußerungen eine diplomatische Krise innerhalb der Nato aus.

Während des Kalten Krieges unterhielten die USA nach Reuters-Angaben 17 militärische Einrichtungen und mehr als 10.000 Militärangehörige in Grönland. Heute gibt es dort mit der Pituffik Space Base nur noch einen dauerhaft bestehenden US-Militärstützpunkt mit rund 150 Militärangehörigen.

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