Die Mauer war ewig. Nicht nur ewig lang – 162 Kilometer in Berlin –, sondern auch von ewiger Dauer. So jedenfalls war sie gedacht, und so sah sie auch aus. Das wurde allen sofort klar, die die helle, unbemalte DDR-Seite dieses Bollwerk sahen.
Die Mauer war ein Monstrum. Massiv und unüberwindlich. So kam sie mir vor, als ich sie mit zwölf Jahren zum ersten Mal sah. Mein Vater war an einem strahlenden Sommertag mit mir aus der DDR-Provinz nach Berlin gefahren; er wollte sehen, wie der Französische Dom restauriert wird. Danach liefen wir zum Brandenburger Tor, und unterwegs sah ich dann jenes Bauwerk, das ich nur vom Hörensagen kannte. Über die Mauer wurde in der DDR eher geflüstert als gesprochen.
UPDATE
Jubiläum
Berlin, der Osten und der Westen, die Mauer und ihr Fall vor 36 Jahren
Wieder steht ein Jahrestag an. Es ist zwar diesmal kein runder, trotzdem erinnern wir heute an die Mauer und daran, dass sie zum Glück gefallen ist.
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Berliner feiern auf der Berliner Mauer, das Emblem aus der DDR-Fahne haben sie ausgeschnitten.
© imagebroker/imago
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