Die Gewerkschaft Verdi beginnt am Montag ihren dreitägigen Warnstreik in den Berliner Kitas. Die rund 7600 Beschäftigten der 282 kommunalen Kitas sind zum Streik aufgerufen, rund 35.000 Kinder werden von ihnen betreut.
Der Berliner Senat habe sich nicht bereit gezeigt, Tarifverhandlungen aufzunehmen, so Verdi. Daher erhöhe die Gewerkschaft nun mit der Ausweitung des Streiks den Druck. Bereits am Donnerstag streikten rund 2500 Erzieher.
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„Es fällt uns nicht leicht, für drei Tage die Kitas zu schließen. Aber wir sind dazu bereit, weil es um die Zukunft unseres Berufsstandes geht“, erklärt Ulrike Schulz vom Kita-Eigenbetrieb Kindergärten City. Sollte der Senat auch nach dem 12. Juni keine Einsicht zeigen, kündigte Verdi an, den Druck weiter zu erhöhen.
Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag, der die pädagogische Qualität in den vielfach von Personalmangel geprägten kommunalen Kitas sichert und Entlastung schafft. Unter anderem sollen dort Regelungen zur Gruppengröße, zum Ausgleich von Belastungen und für eine bessere Ausbildung festgehalten werden. Der Senat lehnt Gespräche darüber bisher ab und verweist darauf, dass Berlin Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sei und hier keinen Alleingang vollziehen könne.
Zuvor hatten Berliner Eltern die Verdi in einem offenen Brief aufgefordert, den Streik nicht auszuweiten. „Wir verstehen, dass die Arbeitsbedingungen in den Kitas verbessert werden müssen und dass eine hochwertige pädagogische Betreuung für unsere Kinder von großer Bedeutung ist“, hieß es in dem offenen Brief. Die Eltern seien jedoch „besorgt und enttäuscht“ über den erneuten Streikaufruf. (mit dpa)
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