Berlin ist mal wieder übergriffig. Das ist nicht neu, denn die Berliner wissen zwar nicht alles besser, aber vieles. Und das gilt nicht erst, seit Berlin wieder Regierungssitz ist. Selbstbewusstsein gehört nun mal zur größten, wichtigsten und besten Stadt des Landes. Im aktuellen Fall weiß Berlin sogar beim Umgang mit dem wilden Wolf alles besser.
Mit drei anderen Ländern hat Berlin an die Bundesregierung geschrieben, damit „der Bund für Deutschland einen günstigen Erhaltungszustand beim Wolf“ an die EU meldet. Gemeint ist nichts anderes, als dass Berlin dafür ist, dass die streng geschützten Wölfe geschossen werden dürfen. Berlin hat zwar keine Wölfe, aber was soll’s? Man muss keine Berge haben, um gegen das Abschmelzen der Gletscher zu protestieren.
Kommentar
Berlin hat zwar selbst keine Wölfe, will aber, dass sie in Brandenburg geschossen werden
Die Hauptstadt fordert, dass diese Raubtiere endlich gejagt werden dürfen. Die leben zwar vor allem im Nachbarland, aber dort heißt es noch nicht: Feuer frei!
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Der Europäische Wolf (canis lupus) wurde in Deutschland ausgerottet.
© .imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*