Von den 1971 Notwasserbrunnen in Berlin sind 435 nicht funktionsfähig. Das geht aus einer Antwort der Umweltverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Damit ist mehr als ein Viertel der Anlagen defekt. Eine von Nutzern gepflegte, nicht vollständige Karte auf openstreetmap.de zeigt die Standorte der Brunnen im Stadtgebiet.
Die als Schwengelpumpen bezeichneten Brunnen werden per Hand betätigt und sind als Vorsorge für den Katastrophenfall gedacht. Nach Angaben der Umweltverwaltung sollen sie im Notfall pro Person und Tag 15 Liter Wasser liefern. Die meisten Pumpen befinden sich am Straßenrand und fördern Wasser aus Tiefen von bis zu 40 Metern, wie die für den Betrieb zuständigen Berliner Wasserbetriebe mitteilen.
Randlagen besonders betroffen
Mittel für die Instandsetzung stellt das Land Berlin in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Stattdessen fließt Geld vom Bund: Laut Umweltverwaltung wurden 2024 bislang rund 446.494 Euro an Bundesmitteln in die Reparatur der Anlagen investiert.
Im Ernstfall könnten Versorgungsengpässe vor allem Menschen in den Randgebieten der Stadt treffen, teilte die Umweltverwaltung mit. Dort stünden die Brunnen oft weiter auseinander, sodass einzelne Anlagen ein größeres Gebiet abdecken müssten. Bei künftigen Maßnahmen sollen diese Bezirke stärker berücksichtigt werden.
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