In der zu Ende gehenden Saison hat die Berliner Kältehilfe nach Angaben der Senatssozialverwaltung eine besonders hohe Auslastung verzeichnet. In mehreren Wochen seien die Notübernachtungsplätze zu mehr als 90 Prozent belegt gewesen, zeitweise lag der Wert noch deutlich höher.
Die zum 30. April endende Saison der Berliner Kältehilfe ist nach Angaben der Senatssozialverwaltung von einer hohen Nachfrage geprägt gewesen. Über mehrere Wochen hinweg seien die Notübernachtungsplätze zu mehr als 90 Prozent ausgelastet gewesen, in der Spitze habe der Wert bei rund 96 Prozent gelegen, teilte die Verwaltung am Montag in Berlin mit. Der Berliner Senat finanzierte das von Oktober bis April laufende Angebot mit insgesamt 4,9 Millionen Euro. Die Saison endet turnusgemäß am 30. April.
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Platzangebot im Winter deutlich ausgeweitet
Zum Start der Saison im Oktober seien zunächst etwa 670 Plätze verfügbar gewesen, hieß es aus der Senatsverwaltung weiter. In den Wintermonaten sei das Angebot dann auf mehr als 1200 Übernachtungsplätze ausgebaut worden. Als besonders anspruchsvoll bezeichnete die Verwaltung die Monate Januar und Februar. In dieser Phase habe die Nachfrage nach kurzfristigen Schlafplätzen stark zugenommen.
In dieser Zeit sei „schnell und entschlossen“ gehandelt worden, erklärte Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) laut Mitteilung. Sie verwies auf strengen Frost mit Temperaturen von bis zu minus 15 Grad sowie auf Schneeverwehungen. Für obdachlose Menschen seien solche Bedingungen lebensbedrohlich, hieß es aus der Verwaltung.
Koordinator betont Bedeutung des Engagements
Kältehilfekoordinator Jens Aldag nannte das Engagement der Kältehilfe nach Angaben der Senatsverwaltung „unverzichtbar“. Es fuße auf „Mitmenschlichkeit und Solidarität mit den Ärmsten und am meisten Ausgegrenzten“, wurde Aldag zitiert. Hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte seien während der gesamten Saison im Einsatz gewesen.
Die Berliner Kältehilfe bietet wohnungslosen Menschen jedes Jahr in den kalten Monaten einen Schlafplatz für die Nacht. Getragen wird das Angebot von verschiedenen sozialen Trägern, finanziert wird es vom Land Berlin. Neben Notübernachtungen gehören auch Wärmestuben und mobile Anlaufstellen zum Angebot. Die kommende Saison beginnt turnusgemäß im Oktober.
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