Der Großbrand in einem Werk für Verpackungsmaterial in Berlin-Marienfelde konnte nach einem stundenlangen Einsatz der Feuerwehr am späten Donnerstagabend gelöscht werden. Die Gefahrenmeldung für Bevölkerung wurde laut der Feuerwehr gegen 21 Uhr aufgehoben. Die Feuerwehr ist am Freitagmittag noch mit Nachlöscharbeiten in dem Werk in der Sperenberger Straße beschäftigt. 20 Feuerwehrleute seien noch im Einsatz und bekämpften Glutnester, so ein Sprecher zu Berliner Zeitung.
Eine 3000 Quadratmeter große Halle hatte am frühen Donnerstagabend in ganzer Ausdehnung gebrannt. Eine große Rauchwolke im Süden der Stadt war kilometerweit sichtbar.
Nach Information der Berliner Zeitung soll es sich um eine Halle der Alpha-Werke Lehner GmbH & Co handeln. Die Firma produziert nach eigenen Angaben Verpackungssysteme, Flaschen, Verschlüsse und Spritzgussteile für verschiedenste Wirtschaftszweige.
Das sagt der Chef des Alpha-Werks zum Brand in Berlin-Marienfelde
In der Halle lagerten laut dem Feuerwehrsprecher Holz und Kunststoffe, die für die Herstellung von Kunststoffverpackungen gebraucht würden. Es seien deshalb große Mengen an Wasser und an Schaummittel notwendig gewesen, sagte der Sprecher.
Die Produktion im Alpha-Werk ist unterbrochen. Bis wann sie am Standort wieder aufgenommen werden kann, steht aktuell nicht fest. „Wir bedanken uns für den großartigen Einsatz, evaluieren nun gemeinsam mit dem Krisenstab die Situation vor Ort und werden eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten, um schnellstmöglich aufzuklären, wie es zu dem Brand kommen konnte. Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck an der Sicherung der Produktionskapazität“, erklärt Georg Pescher, Geschäftsführer von Alpha Deutschland am Freitag.
Die Feuerwehr war mit 200 Einsatzkräften vor Ort, darunter Spezialkräfte des Technischen Dienstes, auch die Flughafenfeuerwehr des BER half aus. Verletzt wurde ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Anwohner-Berichte über Explosionen bestätigte die Feuerwehr auf Anfrage nicht. Wie es zu dem Brand kam, blieb zunächst unklar.
Brand in Marienfelde: Keine Chemikalien oder giftige Stoffe in Rauchwolke
Die Feuerwehr hatte am Donnerstag eine amtliche Gefahrenmitteilung heraus gegeben: Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und möglichst nicht ihre Wohnungen zu verlassen. Die Rauchwolke zog demnach von dem Gewerbegebiet an der Motzener Straße südöstlich Richtung Flughafen BER. Chemikalien oder andere giftige Stoffe seien jedoch nicht mit der Rauchwolke aufgeweht worden, hieß es.
Die Geruchsbelästigung war im gesamten Berliner Süden immens. In Grünau stank es laut Augenzeugen nach verbranntem Plastik.
Vor knapp zwei Wochen hatte es einen ähnlich schwierigen Einsatz für die Berliner Feuerwehr gegeben. In der Liebermannstraße in Weißensee hatte eine 100 Quadratmeter große Werkstatt gebrannt. Zwei Menschen wurden vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
Feuer in Weißensee: Werkstatt in Flammen, riesige Rauchsäule
Polizeibericht Berlin
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