Auf die Berliner Stromversorgung hat es erneut einen gezielten Anschlag gegeben. In der Nacht zum Montag brannten mehrere alte Reifen unter einer Kabelbrücke an der Boxberger Straße in Berlin.
Um 4 Uhr sei die Feuerwehr zu einem Kleinbrand alarmiert worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ursprünglich sei der Alarm wegen einer starken Verrauchung eingegangen. Als die Feuerwehr eintraf, hätten Reifen und Gerümpel gebrannt.
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Die Flammen beschädigten nach Angaben eines Sprechers der Stromnetz Berlin GmbH mehrere 10-Kilovolt-Mittelspannungskabel. Betroffen seien auch zwei 110-kV-Hochspannungskabel. Alle seien sicherheitshalber abgeschaltet worden. „Haushalte sind nicht betroffen, aber 19 Gewerbebetriebe“, sagte der Sprecher. Diese würden seit 9 Uhr durch ein großes Notstromaggregat versorgt.
Kriminaltechniker sicherten bis zum Mittag am Tatort Spuren. Am Nachmittag teilte die Polizei dann mit, dass sich unbekannte Täter gegen 4 Uhr zu einer Brücke in der Boxberger Straße begeben hätten. „Sie legten dort Gegenstände unter dort verlegten Stromkabeln ab. Anschließend setzten sie die Gegenstände in Brand.“
Im Laufe des Tages übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen. Nach Angaben eines Polizeisprechers gehen Ermittler davon aus, dass sich die Täter die Kabelbrücke in der Boxberger Straße gezielt als Angriffsziel ausgesucht haben.
„Wer unsere kritische Infrastruktur angreift, nimmt bewusst Verletzte in Kauf und gefährdet unsere Demokratie“, erklärte. Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei. „Wer solche Anschläge kleinredet, macht sich zum Mittäter.“
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