Kriminalität

Neukölln: Unbekannte werfen Stöcke, Steine und Böller auf Polizisten

Wegen abbrennender Pyrotechnik wurde die Polizei zu einem Einsatz gerufen und nahm einen Jugendlichen fest. Kurz darauf warfen Unbekannte Gegenstände auf sie.

Team News David Vilentchik dvi
2 Min
Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet. In Neukölln sind Einsatzkräfte von Jugendlichen mit Gegenständen beworfen worden.

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet. In Neukölln sind Einsatzkräfte von Jugendlichen mit Gegenständen beworfen worden.

© dpa/Christoph Soeder

In Berlin-Neukölln sind Polizisten Dienstagnachmittag während eines Einsatzes mit Gegenständen beworfen worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollten Unbekannte mit der Aktion einen Festgenommenen befreien.

Wegen abbrennender Pyrotechnik wurde die Polizei gegen 16 Uhr in die Sonnenallee gerufen. Dort trafen die Einsatzkräfte auf eine Gruppe von rund zehn Personen, die kurz darauf in unterschiedliche Richtungen flüchteten. Die Polizisten verfolgten die Flüchtenden und nahmen einen mutmaßlichen Tatverdächtigen fest. Als sie den 14-Jährigen zum Einsatzwagen führten, versammelten sich rund 30 Personen um sie herum. Einige bedrängten die Polizisten und stellten sich zwischen sie und den Festgenommenen, so dass der Jugendliche sich losreißen konnte.

Jugendliche bewerfen Polizisten mit Steinen, Stöcken und Pyrotechnik

Nach einer kurzen Verfolgung ergriffen die Polizisten den 14-Jährigen erneut. Beim Anlegen der Handschellen wurde ein Beamter von Unbekannten an einem Arm und am Einsatzgürtel ergriffen und weggezogen, um die Festnahme zu verhindern. Erst als die Beamten androhten, Reizstoff einzusetzen, ließen die Personen von dem Polizisten ab. Zwar entfernten sie sich mehrere Meter, warfen jedoch dann Steine, Holzstöcke und Pyrotechnik in Richtung der Polizisten und des Festgenommenen. Verletzt wurde aber dabei niemand.

Die Polizisten brachten den Jugendlichen zur Wache, wo er später von seiner Mutter abgeholt wurde. Die Beamten leieteten Strafermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter Gefangenenbefreiung sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Die Ermittlungen dauern an.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner