In Berlin-Neukölln sind Polizisten Dienstagnachmittag während eines Einsatzes mit Gegenständen beworfen worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollten Unbekannte mit der Aktion einen Festgenommenen befreien.
Wegen abbrennender Pyrotechnik wurde die Polizei gegen 16 Uhr in die Sonnenallee gerufen. Dort trafen die Einsatzkräfte auf eine Gruppe von rund zehn Personen, die kurz darauf in unterschiedliche Richtungen flüchteten. Die Polizisten verfolgten die Flüchtenden und nahmen einen mutmaßlichen Tatverdächtigen fest. Als sie den 14-Jährigen zum Einsatzwagen führten, versammelten sich rund 30 Personen um sie herum. Einige bedrängten die Polizisten und stellten sich zwischen sie und den Festgenommenen, so dass der Jugendliche sich losreißen konnte.
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Jugendliche bewerfen Polizisten mit Steinen, Stöcken und Pyrotechnik
Nach einer kurzen Verfolgung ergriffen die Polizisten den 14-Jährigen erneut. Beim Anlegen der Handschellen wurde ein Beamter von Unbekannten an einem Arm und am Einsatzgürtel ergriffen und weggezogen, um die Festnahme zu verhindern. Erst als die Beamten androhten, Reizstoff einzusetzen, ließen die Personen von dem Polizisten ab. Zwar entfernten sie sich mehrere Meter, warfen jedoch dann Steine, Holzstöcke und Pyrotechnik in Richtung der Polizisten und des Festgenommenen. Verletzt wurde aber dabei niemand.
Die Polizisten brachten den Jugendlichen zur Wache, wo er später von seiner Mutter abgeholt wurde. Die Beamten leieteten Strafermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter Gefangenenbefreiung sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Die Ermittlungen dauern an.
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