Wochenendtipps

Von Lichterglanz bis Ramen-Duft: Was Berlin am zweiten Oktoberwochenende bietet

Das zweite Wochenende im Oktober vom 9.–11. Oktober lockt mit leuchtenden Fassaden, dampfenden Ramen-Bowls und offenen Ateliers.

6 Min
Am zweiten Oktoberwochenende locken leuchtende Wahrzeichen, dampfende Ramen-Bowls und eine lange Nacht für die ganze Familie.

Am zweiten Oktoberwochenende locken leuchtende Wahrzeichen, dampfende Ramen-Bowls und eine lange Nacht für die ganze Familie.

© Fotoillustration: Berliner Zeitung. Fotos: Festival of Lights

Der Oktober zeigt sich in Berlin von seiner leuchtenden Seite. Wenn am Freitagabend die Dämmerung einsetzt, beginnt das Festival of Lights, und die Stadt verwandelt sich in ein Meer aus Licht und Farbe. Bei 13–15 Grad und dem einen oder anderen Schauer gehört zwar ein Regenschirm in die Tasche. Vom Ausgehen sollte Sie das aber keineswegs abhalten!

Am Samstag dürfen die Kleinen ganz offiziell lange aufbleiben: Bei der Langen Nacht der Familien geht es mit der Taschenlampe auf Entdeckungstour, und in der Zitadelle Spandau wartet eine große Feuershow. Aber auch Foodies, Kunstfans und Klassikbegeisterte kommen an diesem Wochenende auf ihre Kosten – wir haben die besten Veranstaltungstipps von Freitag bis Sonntag für Sie zusammengefasst.

Lichterglanz & Liebe: Das 22. Festival of Lights taucht Berlin in leuchtende Farben

Wenn am Freitagabend die Dämmerung über die Stadt zieht, beginnen in Berlin wieder die zehn hellsten Nächte des Jahres. Bis zum 18. Oktober leuchten rund 40 Orte in allen Farben, und die Hauptstadt wird zur größten Open-Air-Galerie Europas. Das Motto lautet in diesem Jahr „Colours of Love“, ein Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt.

Strahlende Goldelse: Auch die Siegessäule am Großen Stern wird beim Festival of Lights zehn Abende lang zum leuchtenden Kunstwerk.

Strahlende Goldelse: Auch die Siegessäule am Großen Stern wird beim Festival of Lights zehn Abende lang zum leuchtenden Kunstwerk.

© Festival of Lights

Wer mit einem warmen Getränk in der Hand durch die herbstliche Stadt schlendert, entdeckt an jeder Ecke neue Lichtspiele. Einige Gebäude leuchten in diesem Jahr sogar zum ersten Mal.

Ein besonderer Moment wartet im Berliner Dom: Bei der neuen Show „Beyond the Light“ wird die Architektur bis ins kleinste Detail in bunte 3D-Projektionen getaucht, begleitet von sanfter Musik. Für die Shows am Freitag um 19 Uhr und am Samstag um 20 Uhr gibt es nur noch Restkarten an der Abendkasse. Wer sich lieber führen lässt, bucht eine der Lightseeing-Touren.

22. Festival of Lights. Freitag, 9. Oktober–Sonntag, 18. Oktober, täglich 19–23 Uhr, rund 40 Orte in ganz Berlin, u. a. Brandenburger Tor, Berliner Dom, Fernsehturm und Potsdamer Platz. Eintritt frei. Programm und Karte der beleuchteten Orte unter festival-of-lights.de.

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Dampfende Bowls & japanische Beats: Das Berlin Ramen Festival lädt zum Schlürfen nach Friedrichshain

Ab Freitagnachmittag duftet es im Komplex Berlin nach kräftiger Brühe, und eines der köstlichsten Wochenenden des Herbstes beginnt. Nach drei ausverkauften Ausgaben dauert das Berlin Ramen Festival in diesem Jahr zum ersten Mal drei Tage, und jeder Tag fühlt sich anders an. Los geht es mit der Opening Night mit Karaoke, Filmen und einer Listening Session zu japanischer Gaming-Musik.

Am Samstag und Sonntag kochen elf Ramen-Restaurants, von klassischem Tonkotsu bis zu veganen Varianten. Die Portionen sind etwas kleiner als im Restaurant, damit Sie möglichst viele Sorten probieren können. Mehr als 15 Streetfood-Stände bieten dazu unter anderem Takoyaki, Mochi, Sake und Matcha an. Außerdem gibt es einen Markt für japanisches Kunsthandwerk, Schwertkampf-Vorführungen, einen Schlürf-Contest und Workshops.

Am Samstag wird es lang: Wenn es dunkel wird, legt ein japanisches DJ-Kollektiv bis 2 Uhr auf. Der Sonntag eignet sich eher für einen entspannten Besuch mit der Familie. Gut zu wissen: Essen und Getränke kosten extra, eine Bowl kostet etwa 13 Euro.

Berlin Ramen Festival 2026. Freitag, 9. Oktober, 16–24 Uhr; Samstag, 10. Oktober, 11–2 Uhr (Abendticket mit Einlass ab 18 Uhr); Sonntag, 11. Oktober, 11–21 Uhr, Komplex Berlin, Modersohnstraße 35–45, Friedrichshain. Eintritt: circa 9–16 Euro je nach Tag und Ticket, Kinder bis zwölf Jahre frei. Workshops kosten extra. Mehr Infos unter berlinramensociety.de.

Taschenlampen & Feuerzauber: Die Lange Nacht der Familien macht Berlin zum Abenteuerspielplatz

Am Samstag dürfen Kinder ausnahmsweise lange aufbleiben. Bei der 16. Familiennacht öffnen von 17 Uhr bis Mitternacht in allen Berliner Bezirken und im Umland Orte, die um diese Zeit sonst längst geschlossen sind. Mehr als 150 Veranstaltungen laden Familien mit Kindern zwischen 2 und 14 Jahren ein, gemeinsam zu staunen, zu forschen und Neues auszuprobieren. Die meisten Angebote sind kostenlos oder kosten nur wenige Euro.

Impressionen aus dem letzten Jahr: Bei der Familiennacht erleben Kinder Berlin von einer ganz neuen nächtlichen Seite.

Impressionen aus dem letzten Jahr: Bei der Familiennacht erleben Kinder Berlin von einer ganz neuen nächtlichen Seite.

© Kay Herschelmann

Eröffnet wird die Familiennacht mit dem Theaterfest „Wild und Stark“ in der Zitadelle Spandau. Zwischen den alten Festungsmauern gibt es Zauberei, Akrobatik, Märchenwanderungen und Taschenlampenführungen. Zum Abschluss sorgt eine große Feuershow für leuchtende Kinderaugen. Wer lieber durch die Stadt zieht, kann mit der Taschenlampe die Berliner Mauer erkunden oder um Mitternacht klettern gehen.

16. Familiennacht. Samstag, 10. Oktober, 17–24 Uhr, über 150 Orte in allen Berliner Bezirken und im Umland. Eintritt: viele Angebote frei, andere kosten wenige Euro, teilweise Anmeldung erforderlich. Programm mit Such- und Filterfunktion unter familiennacht.de.

Pinsel & Plaudereien: Bei Art Westend öffnen Künstler ihre Ateliers

Wer am Wochenende sehen möchte, wo Kunst entsteht, sollte ins ruhige Westend fahren. Am Samstag und Sonntag öffnen Künstler aus dem Kiez ihre Ateliers und zum Teil sogar ihre Wohnungen. Statt weißer Museumswände gibt es Farbtöpfe, Skizzen und Werke, an denen noch gearbeitet wird. Und wer mag, kann sich direkt mit Künstlern wie etwa Elzbieta Latacz unterhalten.

Zu sehen sind Malerei, Druckgrafik, Collagen, Textildesign, Plastiken und handgemachte Einzelstücke. Die Künstler erzählen von ihren Techniken, ihren Ideen und ihren aktuellen Projekten. Alle Ateliers liegen nah beieinander und sind gut zu Fuß zu erreichen. So wird der Besuch zu einem gemütlichen Herbstspaziergang durch den Kiez. Planen Sie zwei bis drei Stunden ein.

Art Westend 2026. Samstag, 10. Oktober, und Sonntag, 11. Oktober, jeweils 14–19 Uhr, verschiedene Ateliers und Wohnräume in Westend, Charlottenburg. Eintritt frei. Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler und Adressen unter artwestend.de.

Arien & Bücherregale: Ein Sonntag für die Staatsoper im KulturKaufhaus Dussmann

Wo man sonst in Romanen und Schallplatten stöbert, hört man am Sonntag Arien und Kammermusik. Schon zum 20. Mal lädt das KulturKaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße zusammen mit dem Förderverein der Staatsoper zum „Sonntag für die Staatsoper“ ein. Ab 13 Uhr spielen Musiker der Staatskapelle Berlin sowie weitere Künstler der Staatsoper Unter den Linden.

Klassik zwischen Bücherregalen: Beim „Sonntag für die Staatsoper“ spielen Ensembles der Staatsoper Unter den Linden mitten im KulturKaufhaus.

Klassik zwischen Bücherregalen: Beim „Sonntag für die Staatsoper“ spielen Ensembles der Staatsoper Unter den Linden mitten im KulturKaufhaus.

© dts Nachrichtenagentur/ imago

Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Mozart, Dvořák, Wagner, Verdi, Puccini und Johann Strauß. In diesem Jahr dreht sich alles um das Kinderopernhaus Berlin. Dort machen Kinder und Jugendliche seit mehr als 15 Jahren Oper für andere Kinder und Jugendliche, und zwar unter echten Profibedingungen.

Und das Beste: Der Eintritt ist frei, und die Geschäfte haben an diesem Sonntag geöffnet. Nach der Musik können Sie also noch in Ruhe stöbern.

Ein Sonntag für die Staatsoper. Sonntag, 11. Oktober, ab 13 Uhr, KulturKaufhaus Dussmann, Friedrichstraße 90, Mitte. Eintritt frei. Infos unter kulturkaufhaus.de.

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