Wenige Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liefern sich CDU und Linke einer neuen Umfrage zufolge ein enges Rennen. Beide Parteien kommen demnach auf jeweils 20 Prozent.
Die CDU mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Stefan Evers und die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp liegen in der aktuellen Insa-Erhebung für die Bild-Zeitung gleichauf bei 20 Prozent. Dahinter folgt die AfD mit 18 Prozent, die Grünen erreichen 16 Prozent und die SPD zwölf Prozent.
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Andere Umfrage sieht Linke vorn
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) käme laut Insa auf fünf Prozent und wäre damit im Abgeordnetenhaus vertreten. Die Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Für die Erhebung wurden zwischen dem 7. und 14. September 1000 Menschen befragt.
Eine Ende vergangener Woche veröffentlichte Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF zeichnet ein anderes Bild. Danach lag die Linke mit 23 Prozent vor der CDU mit 21 Prozent. Die AfD kam in dieser Erhebung auf 17 Prozent, die Grünen auf 16 Prozent und die SPD auf zehn Prozent. Das BSW erreichte hier lediglich drei Prozent und würde damit den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.
Evers wirft Linken Sicherheitsrisiko vor
In einem Streitgespräch auf Welt TV kritisierte Evers die Linke als Sicherheitsrisiko für Berlin. Die Partei wolle die Polizei mit weniger Geld und Material ausstatten und den Verfassungsschutz als Geheimdienst abschaffen. Auch Fälle von offenem Antisemitismus zeigten, „dass es hier wirklich ein gespaltenes Verhältnis zu der Sicherheitslage“ in Berlin gebe, sagte Evers. Wer hinnehme, dass auf seinen Wahlkampfbühnen Terrorverherrlichung stattfinde, „der hat in einer Regierung, der hat im Roten Rathaus nichts zu suchen“.
Eralp wies die Vorwürfe zurück. Sie stehe für den Schutz von jüdischem Leben – „genauso wie für den Schutz von muslimischem, palästinensischem, von queeren Leben, von jedem Leben in Berlin“, sagte sie. Jeglicher Gewaltaufruf sei inakzeptabel und habe bei den Linken keinen Platz. Sie wolle stärker in Prävention und Dialogformate investieren: „Wir müssen eine umarmende Politik machen, wir müssen wegkommen von der Polarisierung.“ (mit dpa)
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