Die Spitzenkandidatin der Berliner AfD, Kristin Brinker, hat ihrer Partei einen Wahlsieg bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September zugesichert. „In Berlin wollen wir und werden wir stärkste Kraft werden, das garantiere ich“, sagte Brinker nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt eines Parteitags in Brandenburg an der Havel. Dort will die Hauptstadt-AfD ihr Wahlprogramm beschließen.
Bislang ist die Partei im Berliner Abgeordnetenhaus mit der fünftstärksten Fraktion vertreten, bei der Wiederholungswahl 2023 hatte sie 9,1 Prozent errungen. In den zuletzt veröffentlichten Umfragen zur kommenden Wahl liegt die AfD noch nicht vorne. Das soll sich nach dem Willen der Parteispitze ändern. „Nie zuvor war die Sehnsucht der Menschen nach einem vollständigen Neuanfang so groß wie heute“, sagte Brinker. Ein solcher Neuanfang sei nur mit der AfD möglich.
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Brinker richtet scharfe Kritik an andere Parteien
Brinker zeichnete in ihrer Rede ein düsteres Bild von der Hauptstadt. Der öffentliche Nahverkehr in Berlin funktioniere nicht richtig, Schulen, andere öffentliche Gebäude, Straßen und Brücken seien marode. „Im öffentlichen Raum herrschen in einigen Teilen der Stadt Hass und Gewalt“, sagte sie. CDU, SPD, Linke und Grüne redeten ihrer Ansicht nach die Lage schön.
Mit der Benennung Brinkers als Bewerberin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin kürt die Berliner AfD erstmals eine Kandidatin für das Rote Rathaus. Die 54-Jährige, die zugleich Landes- und Fraktionsvorsitzende ist, war bereits im Oktober 2025 als Spitzenkandidatin auf Listenplatz eins gewählt worden.
Umfragen sehen AfD knapp hinter der CDU
Brinkers Garantie steht in leichtem Kontrast zur Ausgangslage in den Umfragen. Zuletzt kam die Berliner AfD auf 17 oder 18 Prozent und lag damit knapp hinter der CDU mit 19 oder 20 Prozent. SPD, Grüne und Linke rangieren knapp hinter der AfD oder gleichauf mit ihr. Eine Regierungsbeteiligung der AfD gilt als unrealistisch, da keine andere Partei eine Koalition mit ihr eingehen will.
Für den Parteitag musste die Berliner AfD erneut ins benachbarte Brandenburg ausweichen, weil sie nach eigenen Angaben in der Hauptstadt keine geeigneten Räumlichkeiten findet. Auf dem Parteitag beschließt die AfD auch ihr Wahlprogramm.
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