Abgeordnetenhauswahl

Berlin-Wahl: Die Linke siegt – ihre Hochburgen liegen jetzt im Westen

In Kreuzberg endet eine grüne Ära. In Marzahn-Hellersdorf gewinnt die AfD fünf von sechs Wahlkreisen. Und wie schneidet das Spitzenpersonal ab?

4 Min
Elif Eralp hat für die Linke in Friedrichshain-Kreuzberg mit deutlichem Vorsprung das Direktmandat geholt.

Elif Eralp hat für die Linke in Friedrichshain-Kreuzberg mit deutlichem Vorsprung das Direktmandat geholt.

© Halil Sagirkaya/Imago

Es ist die größte Verschiebung auf Berlins politischer Landkarte seit der Wiedervereinigung, und sie verläuft quer zu allem, was man über diese Stadt zu wissen glaubte: Die Linke wird erstmals stärkste Kraft im Abgeordnetenhaus. Doch ihr Erfolg gründet nicht auf dem Abschneiden in Marzahn oder Lichtenberg, sondern in Kreuzberg, in Wedding und in Neukölln.

Nach dem vorläufigen Ergebnis, das Landeswahlleiter Stephan Bröchler in der Nacht zum Montag bekanntgab, kommt die Linke auf 25,7 Prozent der Zweitstimmen und 468.060 Stimmen. Es folgen die CDU mit 18,8 Prozent, die AfD mit 16,3, die Grünen mit 14,3 und die SPD mit 12,1 Prozent – ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Abgeordnetenhauswahl.

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