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Geflüchtete

Berlin: Zahl der Asylbewerber hat sich 2022 verdoppelt

Die Behörden veröffentlichen neue Zahlen: 14.700 Asylanträge wurde im vergangenen Jahr in Berlin gestellt. So viele Ukraine-Flüchtlinge kommen noch hinzu.

Team News dpa
2 Min
Flüchtlinge stehen auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) in Reinickendorf.  

Flüchtlinge stehen auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) in Reinickendorf.  

© dpa/Paul Zinken

11.938 Geflüchtete suchten den Angaben zufolge 2022 erstmals um Schutz in der Hauptstadt. 2766 Migranten stellten sogenannte Folgeanträge. Wie es hieß, handelte es sich dabei fast ausschließlich um Menschen aus Moldau, die in der Regel keinen Anspruch auf politisches Asyl haben. Die Betreffenden seien nach Ablehnung entsprechender Anträge aus Deutschland ausgereist und dann erneut gekommen, um wieder um Asyl nachzusuchen.

Asylbewerber: Sie kommen aus der Republik Moldau, Syrien, Georgien, Türkei und Afghanistan

Zu den wichtigsten Herkunftsländern von Asylbewerbern zählen neben der Republik Moldau Syrien, Georgien, die Türkei oder Afghanistan. Laut LAF nahm die Zahl vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu: So registrierte das Amt im Januar 2022 rund 650 Asylanträge, im Dezember waren es rund 1900.

Den weitaus größten Anteil an Geflüchteten hatten im Vorjahr indes Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine flohen. Schätzungsweise 100.000 leben mittlerweile in Berlin. Sie müssen keine Asylanträge stellen, weil sie einen anderen Aufenthaltsstatus besitzen, der ihnen unter anderem ermöglicht, hier zu arbeiten. Viele kamen privat unter.

Alles in allem nahm Berlin damit 2022 mehr Geflüchtete auf als in den Jahren 2015/2016. Damals herrschte schon einmal großer Andrang. Entsprechend angespannt ist die Situation bei der Unterbringung. Da nahezu alle Unterkünfte voll sind und schnell neue Plätze gebraucht werden, sah sich der Senat gezwungen, zusätzlich auch auf großflächige Notlösungen zurückzugreifen, etwa in den Hangars des früheren Flughafens Tempelhof.

Ergebnis: Zuletzt (Ende 2022) gab es in Berlin rund 30.000 Plätze in Aufnahme- und Gemeinschaftseinrichtungen für Geflüchtete - so viele wie noch nie. Weitere sollen hinzukommen. Problem dabei ist, dass es nicht nur an geeigneten Immobilien fehlt, sondern dass es auch immer schwerer wird, Betreiber für Flüchtlingsunterkünfte samt Personal zu finden.

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