Die von dem bisherigen Berlinale-Leiter Carlo Chatrian geschaffene Sektion Encounters war von Anfang an umstritten, sie galt etwa als Avantgarde-Reservat. Nun gibt es sie nicht mehr. Stattdessen schafft die neue Festivalleiterin Tricia Tuttle einen neuen Wettbewerb namens Perspectives für Spielfilmdebüts. Das teilte das Festival am Dienstag mit.
Perspectives soll bis zu 14 Filme aus aller Welt umfassen, eine dreiköpfige Jury entscheidet über den Preis Bestes Spielfilmdebüt. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Das Preisgeld teilen sich Regisseurinnen und Regisseure sowie Produzenten des Preisträgerfilms.
Perspectives geht aus dem Preis Bester Erstlingsfilm der Berlinale hervor, der seit 2006 in Kooperation mit der GWFF vergeben wird. Bisher waren die nominierten Filme über alle Sektionen des Festivals verteilt; die neue Sektion fasst diese Filme nun zusammen.
Neue Berlinale-Intendantin sucht kühne Spielfilmdebüts
Laut Tricia Tuttle soll Perspectives eine sichtbarere Plattform für außergewöhnliche neue Filmemacherinnen und -macher aus der ganzen Welt bieten. „Wir suchen nach Spielfilmdebüts, die ein internationales Spektrum von Stimmen repräsentieren, eine kühne Filmsprache haben, spannende Perspektiven entwickeln und neue Sichtweisen auf die Welt bieten.“
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Perspectives wird von Tuttle zusammen mit den Co-Directors of Film Programming und den Sektionsleiterinnen und -leitern der Sektionen Panorama, Forum und Generation kuratiert. Weltpremieren werden in dieser Sektion bevorzugt, aber nach dem Ermessen der Intendantin werden gegebenenfalls auch Filme berücksichtigt, die bereits in ihrem Herkunftsland Premiere feierten.
Die nächsten Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 13. bis zum 25. Februar 2025 statt.
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