Im Alter zwischen 9 und 18 Monaten lernen die meisten Menschen das Laufen. Und seither, so verdichtet sich der Eindruck nach nur wenigen Minuten am Berliner Hauptbahnhof oder etwa auf der Neuen Schönhauser Straße, haben viele keine Gedankenarbeit mehr darauf verschwendet, wie man sich im urbanen Raum auf zwei Beinen adäquat verhält.
In dünn besiedelten Regionen mag zum guten Gehen tatsächlich nicht viel mehr dazugehören, als so lange den einen Fuß vor den anderen zu setzen, bis man an seinem Ziel angekommen ist. An Orten mit einem hohen Fußgängeraufkommen gehört etwas mehr dazu – um nicht zu sagen: das nötige Beingefühl.
Knigge
Bürgersteig-Kleinkrieg: Eine Anleitung zum guten Gehen in der Stadt
Warum Gehwege keine Kampfzone sein sollten: Unsere Autorin hat ein subjektives Regelwerk für gutes Gehen in Berlins Straßen verfasst.
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Auf Berlins Gehwegen treffen unterschiedliche Tempi, Gewohnheiten und Geduldsgrenzen aufeinander.
© Fotoillustration: Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Imago, Unsplash
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