Es fängt scheinbar harmlos an: Ein Stolpern auf der Treppe, das man auf das schlechte Licht schiebt. Der Fernseher, der immer lauter läuft. Namen, die einem nicht mehr einfallen, Dinge, die man vergisst. Es können erste Anzeichen sein, dass ein Mensch in absehbarer Zeit nicht mehr allein zurechtkommt.
An diesem Punkt will die Bundesregierung ansetzen. Sie plant eine neue Vorsorgeuntersuchung, den „Check-up 60+“. Gesetzlich Versicherte sollen ab dem 60. Lebensjahr Anspruch darauf haben. Das Bundesgesundheitsministerium verspricht sich davon, gesundheitliche Risiken früh zu erkennen und gegensteuern zu können, damit ältere Menschen länger selbstständig bleiben. In Berlin beträfe das etwa eine Million Menschen, die 60 Jahre oder älter sind.
Das Bundeskabinett hat Ende September den Entwurf des sogenannten Pflegeneuordnungsgesetzes beschlossen. Er sieht den Check-up vor. Nun beraten Bundesrat und Bundestag, Änderungen sind möglich.
Ratgeber
Check-up 60+: Was die neue Vorsorge bringt – und was die Kasse schon jetzt zahlt
Stürze, Hörprobleme, Vergesslichkeit: Oft beginnt Pflegebedürftigkeit unbemerkt. Ein neuer Check soll das ändern – doch vieles geht schon jetzt.
4 Min
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Eine Seniorin beim Nordic Walking: Ein Check-up 60+ soll Menschen im Alter vor Pflegebedürftigkeit bewahren. (Archivbild)
© Ute Grabowsky/photothek.net
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