Die Berliner Bürgerämter haben nach Angaben der Senatskanzlei erstmals die Vorgabe erfüllt, dass jeder Terminwunsch innerhalb von 14 Tagen bedient werden kann. Im März 2026 wurde die 100-Prozent-Marke erreicht.
Rechnerisch habe jede Person, die binnen zwei Wochen einen Termin buchen wollte, auch einen erhalten, teilte das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin mit. In vielen Fällen seien Termine sogar am gleichen oder am folgenden Tag verfügbar.
Senat schuf 100 zusätzliche Stellen bei Bürgerämtern
Die Quote der innerhalb von 14 Tagen realisierten Terminwünsche lag den Angaben zufolge im März 2023 bei 48,5 Prozent. Im März 2024 stieg sie auf 58,2 Prozent, im März 2025 auf 74,0 Prozent. Im März 2026 wurde nun erstmals die vollständige Erfüllung erreicht.
Der Senat führt die Entwicklung auf mehrere Maßnahmen zurück. So seien 100 zusätzliche Stellen in den Bürgerämtern geschaffen und vier neue Standorte eröffnet worden. Ein Springerpool gleiche kurzfristige Personalausfälle aus. Zudem stünden mittlerweile mehr als 460 Behördendienstleistungen digital zur Verfügung. Bestimmte Leistungen können seit dem vergangenen Jahr auch ohne Termin in den Bürgerämtern erledigt werden.
Wunder von Berlin: Es war kein Problem, einen Termin im Bürgeramt zu bekommen
Berliner Bürgerämter: Für diese Dienstleistungen sind keine Termine mehr nötig
Der Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, Matthias Hundt, bezeichnete funktionierende Bürgerämter als entscheidend für das Vertrauen in eine leistungsfähige Verwaltung. Das Ergebnis beruhe auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Senat, Bezirken und nachgeordneten Behörden sowie auf der Digitalisierung von Bürgerdienstleistungen.
Grundlage für die Bewertung sind nach Angaben der Senatskanzlei Kundenumfragen, aus denen hervorgeht, wie viele Menschen einen Termin innerhalb von 14 Tagen wünschen und wie viele tatsächlich einen erhalten.
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