Forscher der Harvard Medical School, der Berliner Charité in Mitte und des Deutschen Herzzentrums haben herausgefunden, dass die Transplantation eines erheblich älteren Organs den körperlichen Alterungsprozess bei jüngeren Organempfängern beschleunigen kann. Jedoch kann dieser Prozess durch eine medikamentöse Behandlung der Spenderorgane verhindert werden. Die behandelten Spenderorgane unterliegen quasi einer Verjüngungskur vor der Transplantation. Diese Ergebnisse wurden im American Journal of Transplantation veröffentlicht.
Die „Verjüngung“ der Spenderorgane soll nicht nur den schnelleren Alterungsprozess bei den Empfängern verhindern, sondern soll sich generell positiv auf die Funktion der Organe auswirken, so Jasper Iske, DHZC-Arzt und Teil des Forscherteams. Dies könnte auch die Wahrscheinlichkeit für Abstoßungsreaktionen nach der Transplantation reduzieren.
Laut dem Deutschen Herzzentrum stammen heute die meisten transplantierten Organe von Spendern im Alter von über 50 Jahren. Daher könnte diese Studie einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Transplantationsmedizin leisten. Die klinische Überprüfung der Studie hat bereits begonnen.
Quelle: Deutsches Herzzentrum der Charité
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