Beim Berliner Christopher Street Day wurde am Samstag eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter war Islamist. Schaut unsere Gesellschaft weg vor einem riesigen Problem? Aus Angst, als rassistisch zu gelten? Wir haben mit Tugay Sarac gesprochen. Er kennt zwei Perspektiven sehr gut: die als in Berlin geborener Muslim und die als queerer Mensch, der attackiert wird.
Herr Sarac, waren Sie denn selbst am Freitag oder am Samstag auf dem Berliner Christopher Street Day?
Ja, am Freitag war ich nach dem Pride-Gottesdienst in der Marienkirche beim CSD und habe auf der Bühne gesprochen, unter anderem auch über Islamismus. Am Samstag war ich privat unterwegs, bin aber Vereinsmitglied des CSD. Als es passiert ist, waren wir im Mitgliederbereich und haben zunächst nichts mitbekommen. Ich war mit meiner Schwester und mit meinem Mann dort.
CSD
Tugay Sarac im Interview zum CSD-Terror: „Wir brauchen eine Brandmauer zu Islamisten“
Tugay Sarac war Salafist. Später hat er eine Queer-Gruppe gegründet. Ein Gespräch darüber, wie islamistische Gehirnwäsche funktioniert – und wie man ihr entkommen kann.
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„Queere Sichtbarkeit ist nur in einer liberalen Demokratie möglich“, betont Tugay Sarac.
© Sophia Emmerich für die Berliner Zeitung
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