Obdachlosenhilfe

Berliner Duschmobile für Obdachlose starten Tour nach Rom

Mit zwei Hygienemobilen will der Sozialdienst katholischer Frauen ein Zeichen setzen – Endstation der Reise ist der Vatikan. Dort sollen die Fahrzeuge gesegnet werden.

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Zwei Berliner Duschmobile für Obdachlose machen sich auf den Weg nach Rom. Die Tour soll auf die Situation wohnungsloser Menschen aufmerksam machen.

Zwei Berliner Duschmobile für Obdachlose machen sich auf den Weg nach Rom. Die Tour soll auf die Situation wohnungsloser Menschen aufmerksam machen.

© Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin

Zwei Duschmobile des Sozialdiensts katholischer Frauen (SKF) Berlin haben sich auf den Weg nach Rom gemacht. Die Tour führt aus der Hauptstadt heraus über Würzburg, Nürnberg und München und dauert nach Angaben des SKF bis zum 21. Mai. Ziel der Aktion ist es, auf die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen aufmerksam zu machen. Die Fahrzeuge stehen normalerweise an verschiedenen Orten in Berlin.

Während der Reise sollen das Duschmobil für Frauen und die „Seifenbüchse“ für Jugendliche über Hygieneangebote für Obdachlose informieren und Betroffene mit Hygieneprodukten versorgen. Duschen ist während der Durchreise in den Mobilen nicht möglich, wie der SKF mitteilte. In Rom werden die Wagen vom Berliner Erzbischof Heiner Koch und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gesegnet.

Frauen und Jugendliche im Fokus

Wohnungslosigkeit bei Frauen sei ein zentraler Arbeitsschwerpunkt des SKF Berlin und zugleich ein Thema, das gesellschaftlich noch immer zu wenig sichtbar sei, erklärte Dagmar Löttgen, Vorsitzende des SKF Berlin-Rats, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Viele Frauen lebten verdeckt wohnungslos, in Abhängigkeiten oder in prekären Übergangssituationen, so Löttgen. Auch junge Menschen seien immer häufiger von Wohnungslosigkeit betroffen und fielen durch bestehende Hilfesysteme.

Mit der Aktion wolle der SKF Berlin seine Erfahrungen in einen europäischen Kontext einbringen, hieß es vom Verband. Zudem solle gezeigt werden, welche Lösungsansätze vorhanden seien, um das Ziel der Europäischen Union zu erreichen, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden.

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