Die kenianische Langstreckenläuferin Ruth Chepngetich hat den Weltrekord im Marathon pulverisiert. Die 30-Jährige blieb in Chicago in 2:09:56 Stunden als erste Frau überhaupt unter 2:10 Stunden. Damit verbesserte die ehemalige Weltmeisterin die Bestmarke, die die Äthiopierin Tigist Assefa (2:11:53) 2023 in Berlin aufgestellt hatte, um 1:56 Minuten.
Nach ihrem Fabel-Weltrekord gedachte Marathonläuferin Ruth Chepngetich eingehüllt in eine Kenia-Fahne ihrem in diesem Jahr gestorbenen Landsmann. „Diesen Weltrekord widme ich Kelvin Kiptum“, sagte die 30-Jährige über den Mann, der vor einem Jahr den Marathon-Weltrekord bei den Männern aufgestellt hatte.
„Der Weltrekord war in meinen Gedanken. Ich habe es geschafft. Ich danke Gott“, sagte Chepngetich. „Das Wetter war perfekt. Ich war sehr gut vorbereitet.“ Beide Weltrekorde seien nun von Kenianern gelaufen worden, sagte die neue Weltrekordhalterin stolz. Kiptum war im Februar bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er wurde nur 24 Jahre alt.
„Ich fühle mich großartig, ich bin stolz auf mich. Das ist mein Traum, der wahr geworden ist“, sagte die glückliche Siegerin: „Ich habe viel gekämpft und an den Weltrekord gedacht. Und ich habe ihn erfüllt.“ Bereits 2021 und 2022 hatte Chepngetich in Chicago gewonnen. Mit fast acht Minuten Rückstand kam Sutume Asefa Kebede aus Äthiopien als Zweite ins Ziel.
Bei den Männern triumphierte mit John Korir ebenfalls ein Kenianer. Mit einer Siegerzeit von 2:02:43 verpasste er den Weltrekord der Männer des vor einem Jahr verstorbenen Kelvin Kiptum um 2:08 Minuten. Huseydin Mohamed Esa (Äthiopien) und Amos Kipruto (Kenia) belegten die Plätze zwei und drei.
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