Konzertkritik

Wer ist hier der Meister? Brahms und Strauss bei den Berliner Philharmonikern

Víkingur Ólafsson sprang kurzfristig für Daniil Trifonov ein. Im Zentrum des Abends standen Brahms und Strauss unter Kirill Petrenko.

Peter Uehling
Peter Uehling
3 Min
Der Pianist Víkingur Ólafsson ist kurzfristig für Daniil Trifonov bei den Berliner Philharmonikern eingesprungen.

Der Pianist Víkingur Ólafsson ist kurzfristig für Daniil Trifonov bei den Berliner Philharmonikern eingesprungen.

© Universal Music Group

Der alte Johannes Brahms hat dem jungen Richard Strauss noch schlecht gelaunt Kompositionstipps gegeben und sich kurz vor seinem Tod über den Schluss von „Also sprach Zarathustra“ mit seiner Gegenüberstellung von H-Dur im hohen Register und C-Dur im tiefen mokiert.

Im letzten Konzert der Berliner Philharmoniker am Donnerstag unter Leitung von Kirill Petrenko kehrte sich das Verhältnis von Schüler und Meister um: Brahms’ Erstes Klavierkonzert, die schwere Geburt eines Anfang 20-Jährigen ohne Orchestererfahrung, stand neben Strauss’ „Also sprach Zarathustra“, dem virtuos verfassten Werk eines im Dirigieren früh erfahrenen Anfang 30-Jährigen.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*