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Berliner Regisseurin Tamara Denić: Hollywoods deutsche Hoffnung

Gleich mit ihrem Debüt wurde die Regisseurin aus Berlin für den Nachwuchs-Oscar nominiert. Das könnte der Beginn einer steilen Karriere sein.

3 Min
Fliegt nach Hollywood: die Regisseurin Tamara Denić aus Berlin.

Fliegt nach Hollywood: die Regisseurin Tamara Denić aus Berlin.

© Charlot van Heeswijk/dpa

Ihr Instagram-Account verrät nicht viel über ihren großen Erfolg: „Tamara Denić (She/Her), Berlin/Hamburg/Munich, Directing & Writing“ steht da, gerade einmal 1900 Leute folgen der jungen Frau, was für Instagram-Verhältnisse verschwindend wenig ist.

Das dürfte sich jetzt schnell ändern, denn die in Berlin lebende Denić gehört zu den Gewinnern des diesjährigen Studenten-Oscars, des Nachwuchspreises der Oscar-Academy. Was lapidar klingt, könnte der Start zu einer großen Karriere sein, denn Hollywood ist durchaus bekannt dafür, bei der Vergabe der Preise genau darauf zu achten, wie zukunftsträchtig die Arbeit der Nominierten ist, ob sich die Förderung lohnt oder nicht.

Fiktional, aber mit realem Vorbild

Offenbar ist dies bei Denićs Abschlussfilm „Istina“ für die Hamburg Media School der Fall: In „Istina“ geht es um Gewalt gegen Journalisten und die Pressefreiheit in Serbien und Deutschland. Die Fotojournalistin Jelena wird in Belgrad von rechtsextremen Gruppierungen bedroht und flieht mit ihrer kleinen Tochter nach Hamburg. Auch dort wird sie angefeindet, lässt sich aber nicht einschüchtern.

Zwar ist die Handlung des Films fiktional, doch die 1992 in Ex-Jugoslawien geborene Denić hat für ihr Film-Debüt reale Vorbilder, denn Anfeindungen und Angriffe auf Journalisten sind bald alltäglich. „Es ist einfach nicht okay, wie mit Journalistinnen und Journalisten umgegangen wird. Das kann nicht sein, dass sie für ihren Job so bedroht werden“, so die junge Regisseurin. Für „Istina“, mit dem Denić in der Sparte „Narrative/Erzählung“ ausgezeichnet wird, war es der Filmschaffenden wichtig, ihr Werk in Europa spielen zu lassen, sodass sie ihre eigenen kulturellen Hintergründe einfließen lassen konnte, wie sie sagt.

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Vielleicht nicht der letzte Trip nach Hollywood

Im Januar hatte „Istina“ bereits den Publikumspreis Mittellanger Film beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken gewonnen. Auch für den BAFTA Student Award in Los Angeles war er nominiert.

Bei den Oscars selbst wird es am Tag der Preisverleihung noch einmal spannend. Die drei Preisträger in den Sparten „Animation“, „Narrative“ und „Dokumentarfilm“ erfahren nämlich erst dann die Reihenfolge der Preise – Gold, Silber oder Bronze. Klar, es sei immer toll, Gold zu gewinnen, sagt die Nachwuchsregisseurin. Wichtiger sei ihr aber, dass das Thema ihres Films so viel Aufmerksamkeit bekomme. Und natürlich der Trip nach Los Angeles, vielleicht nicht der letzte.

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