Die Hauptstädter haben die am Sonntag zu Ende gegangene Aktion "Schaustelle Berlin" dankbar angenommen. Touristen konnten mit den Baustellen jedoch nicht in die Stadt gelockt werden.Eine halbe Million Besucher kamen zur "Schaustelle Berlin". Das bilanzierte gestern der Initiator des Programms, "Partner für Berlin"-Chef Volker Hassemer. Das Publikum bestand zu rund 85 Prozent aus Berlinern, so die Veranstalter. Nur am Checkpoint Charlie dominierten Touristen, wie Frank Schmeichel von der CEDC American Business Center GmbH mitteilte. Weil Auswärtige nach wie vor auf der Suche nach der Mauer seien, sei der Checkpoint einer der Hauptanziehungspunkte vor allem für ausländische Berlin-Besucher. Daran änderte auch die "Schaustelle" wenig.Die bot neun Wochen lang ein umfangreiches Programm rund ums Bauen. Bei 500 Führungen und Rundfahrten konnten sich Interessierte ein Bild von den Veränderungen in der Stadt machen. Höhepunkte waren neben der Besichtigung des Potsdamer Platzes der Tag der offenen Tür im Hamburger Bahnhof, zu dem 8 000 Besucher kamen. Rund 5 000 Menschen besichtigten das Ludwig-Erhard-Haus. Beim Hauptstadtmodell im ehemaligen Staatsratsgebäude zählten die Veranstalter sogar 25 000 Besucher.Eine Attraktion steht noch aus: Der New Yorker Star-Architekt Philip Johnson konnte wegen einer Bypass-Operation nicht zur Führung durch "sein" American Business Center kommen. Weil sich der 90jährige nur langsam erholt, findet seine Führung frühestens im Oktober statt. Im nächsten Jahr will die Berlin-Tourismus-Marketing GmbH intensiv national und international für die "Schaustelle" werben. Dann soll der Schwerpunkt auf Kultur und Ausstellungen sowie fertigen Bauten liegen. Ganz werden die Baustellen aber nicht aus dem Programm gestrichen: 1997 sollen die Regierungsbauten um den Reichstag und der Tiergartentunnel gezeigt werden. +++
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