Straßenverkehr

Berliner Unfallstatistik 2025: Mehr Crashs, aber deutlich weniger Verkehrstote

Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr in der Hauptstadt über 137.000 Unfälle. Eine Gruppe ist besonders betroffen.

3 Min
Es gibt mehr Verkehr in Berlin, jedoch weniger Tote im Straßenverkehr.

Es gibt mehr Verkehr in Berlin, jedoch weniger Tote im Straßenverkehr.

© Max Lametz

Die Berliner Polizei hat im vergangenen Jahr 137.373 Verkehrsunfälle registriert – rund 4000 mehr als im Vorjahr mit etwa 133.000 Unfällen. Gleichzeitig sank die Zahl der Verkehrstoten jedoch stark: 37 Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben, 2024 waren es noch 55. Das geht aus der neuen Unfallstatistik hervor.

Bei rund 14.000 Unfällen mit Personenschäden wurden etwa 17.000 Menschen verletzt, 525 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten ging allerdings um 60 auf 1840 zurück. 15.128 Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die große Mehrheit der Unfälle endete mit reinen Sachschäden.

Polizeipräsidentin verweist auf wachsenden Verkehr

Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel ordnete die gestiegenen Unfallzahlen ein: Berlin habe inzwischen 3,9 Millionen Einwohner. 1,6 Millionen Kraftfahrzeuge seien zugelassen – 75.000 mehr als 2024. Hinzu kämen rund 3 Millionen Fahrräder und 70.000 E-Scooter sowie zahlreiche Pendler und Touristen. „Es verdichtet sich der Verkehr auf den Flächen immer weiter", sagte Slowik Meisel. Trotz des Anstiegs liege die Unfallzahl weiterhin unter dem Niveau der Jahre 2016 bis 2019 vor der Corona-Pandemie.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) appellierte an alle Verkehrsteilnehmer: „Ein Mehr an Verkehrssicherheit erreichen wir nur gemeinsam. Jeder Teilnehmer trägt Verantwortung. Das geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme."

Senioren und Kinder als Hauptrisikogruppen

Überproportional häufig in Unfälle verwickelt sind laut Polizei Senioren und Kinder. Menschen über 65 Jahren gelten bei bestimmten Unfallarten als Hauptrisikogruppe.

Bei Kinderunfällen sticht die Marzahner Promenade mit vier Unfällen hervor. Jeweils drei Unfälle mit Kindern ereigneten sich an den Kreuzungen Greifswalder Straße/Hufelandstraße, Fennstraße/Müllerstraße, Am Wasserwerk/Landsberger Allee sowie Detmolder Straße/Mecklenburgische Straße. Bei Jugendlichen liegt das Adlergestell mit vier Unfällen vorn, gefolgt von der Gitschiner Straße/Prinzenstraße, dem Tempelhofer Damm, dem Bebelplatz/Unter den Linden sowie der Warschauer Straße mit jeweils drei Unfällen.

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Tempelhofer Damm und Sonnenallee als Unfallbrennpunkte

Am häufigsten krachte es auf dem Tempelhofer Damm und in der Sonnenallee mit jeweils 286 Verkehrsunfällen. Auf der Frankfurter Allee wurden 252 Unfälle gezählt, auf der Landsberger Allee 226 und auf dem Kurfürstendamm 213.

Auch bestimmte Kreuzungen erwiesen sich als besonders unfallträchtig: An der Kreuzung Halenseestraße/Messedamm kam es zu 286 Unfällen. Es folgen die Schlesische Straße/Skalitzer Straße mit 219 Unfällen, Kaiserdamm/Königin-Elisabeth-Straße mit 186, der Innsbrucker Platz an der Autobahn A100 mit 176 sowie die Invalidenstraße am Tunnel Tiergarten mit 149 Verkehrsunfällen.

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