Drei Metallbau-Meisterbriefe hängen in Erwin Kostyras Büro in Berlin-Buchholz. Der seines Vaters, sein eigener und der seines ältesten Sohnes. Ein weiterer ist gerade in Arbeit - der des jüngsten Sohnes. Seit gut sechs Jahrzehnten besteht Kostyras Metallbaubetrieb Alustahl, und in all den Jahren haben sie so manche Krise gemeistert. Deshalb ist dem 55-Jährigen auch jetzt nicht bange: "Die letzten drei Jahre liefen prima, auch derzeit haben wir noch ein Auftragspolster, das bis April reicht." Erst dann könnte die weltweite Rezession den Kostyras in der Buchholzer Straße womöglich etwas anhaben. Einige Wettbewerber, berichtet Kostyra, spürten bereits, dass die Auftragslage deutlich dünner wird. Dass es dem Metallbauer aus Pankow dagegen noch vergleichsweise komfortabel geht, kann der Meister gut begründen: "Wir sind Spezialisten und sehr flexibel", erklärt er. Seine 20-Mann-Firma baut Metall-Fenster, Türen, Brandschutztüren und Metallfassaden, je nach Wunsch aus Aluminium oder Stahl, in besonderen Ausführungen und mit Extras. Zu den Spezialanfertigungen gehören zum Beispiel schusssichere Fenster. Der Betrieb lebt nicht nur von Aufträgen, die er sich über Ausschreibungen hart "und mit viel unnötigem, bürokratischem Aufwand" erkämpfen muss. "Wir werden oft auch weiter empfohlen", sagt Kostyra. "Denn unser Know-how besitzen nicht viele Firmen." Selbst von der mongolischen Botschaft oder aus Paris kamen schon Aufträge. Zu den größten Projekten gehörten die CDU-Zentrale, Ministerien, Supermärkte und Hotels, die allesamt Spezialtüren, Fenster oder Fassaden bei Kostyra orderten. (pk.)------------------------------Foto: Erwin Kostyra, Alustahl-Chef
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