Die homepoint living GmbH war auf möbliertes Wohnen spezialisiert: befristete Mietverhältnisse für Berufspendler, Studierende, Fachkräfte auf Zeit. Ein Segment, das lange als clevere Nische galt – zwischen klassischem Mietmarkt und Serviced Apartment. Doch genau dieses Geschäftsmodell hat der Berliner Senat seit April 2026 unter scharfen Regulierungsdruck gesetzt.
Wer in Milieuschutzgebieten möbliert oder befristet vermieten will, braucht seitdem eine Genehmigung. Ziel: Wohnraum zurück in den regulären Mietmarkt zu zwingen und Schlupflöcher bei der Mietpreisbremse zu stopfen. Das ist sozialpolitisch nachvollziehbar. Für Anbieter wie Homepoint aber kam die Verschärfung zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt – mitten in einer Immobilienkrise, die von hohen Zinsen, gestiegenen Betriebskosten und einbrechenden Investitionen geprägt ist.
Ob die neuen Regeln das Unternehmen in die Insolvenz getrieben haben oder nur den letzten Anstoß gaben: Die Kombination war toxisch.
Wohnungsmarkt Berlin
Berliner Wohnungsanbieter Homepoint ist pleite – und Senat trägt Mitverantwortung
Homepoint ist insolvent. Der Fall zeigt, wie Berlins neue Regeln für möbliertes Wohnen das Geschäftsmodell ganzer Unternehmen pulverisieren können.
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„SaxonYards“ in der Sachsenstraße: Ein Projekt der Homepoint-Gruppe. Die Wohnungsanbieter-Gesellschaft ist insolvent.
© Homepoint
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