Inventur Berlin

Berlins bauliche Milliardengräber: Wie beschädigt ist die Hauptstadt?

Ob das undichte Schloss Bellevue, die gesperrte TU oder kaputte Straßen und Brücken: Berlin ist ein chronischer Sanierungsfall. Hier bröckelt die Infrastruktur besonders.

12 Min
Außen hui, innen pfui: Das Schloss Bellevue am Spreeweg 1 im Tiergarten. Aktuell ist die Residenz ein Sanierungsfall.

Außen hui, innen pfui: Das Schloss Bellevue am Spreeweg 1 im Tiergarten. Aktuell ist die Residenz ein Sanierungsfall.

© Matthias Wehnert/Imago

Berlin bröckelt – und zwar mit Vorliebe dort, wo der Staat sich am liebsten inszeniert: im Schloss Bellevue, an den Universitäten, im Pergamonmuseum. Das Dach des Bundespräsidenten leckt, das Hauptgebäude der TU ist baupolizeilich dicht, die HU verwaltet Leerstand, und das Pergamonmuseum verschwindet für Jahrzehnte hinter Bauzäunen. Hinzu kommen Brücken, die zum Sanierungsfall werden, und Straßen, in denen Schlaglöcher klaffen. Immer dasselbe Muster: Erst wird auf Verschleiß gefahren, dann mutiert das Aufschieben zum Milliardenloch.

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