Vereinigte Staaten

Bestätigt: Biden will Gutmann als US-Botschafterin in Berlin

Gutmann selbst hat deutsche Wurzeln. Die bisherige Präsidentin der Universität von Pennsylvania wäre die erste Frau auf dem Botschafterposten.

Marco Buchholz Team News dpa/mbz
2 Min
Joe Biden möchte Amy Gutmann, die Präsidentin der University of Pennsylvania, als Botschafterin in Berlin.

Joe Biden möchte Amy Gutmann, die Präsidentin der University of Pennsylvania, als Botschafterin in Berlin.

© dpa/Matt Rourke

Gutmann bezeichnete es als „bedeutsame und außerordentliche Ehre“, für solch eine „wichtige Position“ nominiert zu sein. Sie freue sich darauf, Werte und Interessen der Vereinigten Staaten gegenüber „einem unserer engsten und wichtigsten europäischen Verbündeten“ zu vertreten. Bis zu einer Bestätigung durch den Senat werde sie ihr Amt als Universitätspräsidentin behalten. Sie plane weiterhin, den Posten nach 18 Jahren Ende Juni 2022 aufzugeben. Im Fall einer Bestätigung durch den Senat werde sie wohl einige Monate früher zurücktreten, fügte Gutmann hinzu.

Der diplomatischen Personalie wird große Bedeutung für den Neuanfang in den deutsch-amerikanischen Beziehungen beigemessen. Das Verhältnis beider Länder hatte unter Ex-Präsident Donald Trump einen Tiefpunkt erreicht.

Botschafterposten seit über einem Jahr vakant 

Der Botschafterposten wurde zuletzt von Richard Grenell bekleidet und ist nun seit mehr als einem Jahr vakant. Grenell war von Trump entsandt worden, machte wiederholt mit scharfer Kritik an der deutschen Regierungspolitik von sich reden und trat schließlich Anfang Juni vergangenen Jahres zurück. Seitdem wird die Botschaft von der Gesandten Robin Quinville kommissarisch geführt.

Gutmanns Vater stammt aus dem bayerischen Feuchtwangen und flüchtete nach der Machtübernahme der Nazis in Deutschland 1934 mit seiner Familie zunächst nach Indien. Später zog er nach New York, wo er heiratete. Amy Gutmann wurde 1949 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, studierte später Politologie an der Elite-Universität Harvard und lehrte fast drei Jahrzehnte an einer weiteren Spitzen-Uni, Princeton in New Jersey, bevor sie nach Pennsylvania wechselte.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Als Wissenschaftlerin wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2011 zählte das Magazin Newsweek sie zu den „150 Frauen, die die Welt bewegen“. Von der Zeitschrift Fortune wurde sie 2018 als eine der 50 größten Führungspersönlichkeiten der Welt eingestuft.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner