Den Reichstag haben Christo und Jeanne-Claude 1995 nicht eigenhändig verhüllt. Sie hatten Heerscharen von Helfern. Und die wurden von Roland Specker angeführt. Das schweißt zusammen. Als Specker am Donnerstagnachmittag im Roten Rathaus vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit das Bundesverdienstkreuz überreicht bekam, durften Christo & Jeanne-Claude nicht fehlen. Sie waren extra für die Zeremonie aus New York angereist. Als Jeanne-Claude vor Speckers Dankesrede (in der er die Reichstagsverhüllung als "das aufregendste Projekt" seines Lebens bezeichnete) nach dem Orden griff, scherzte Specker: "Das ist meiner!" ----Präsidenten und Monarchen wohnen gern im Hotel Inter-Continental in der Budapester Straße. Ihnen scheint dabei egal zu sein, dass das Haus durch die Entwicklung am Pariser Platz (Adlon) und am Gendarmenmarkt (Four Seasons und Dorint) fast schon in eine Randlage geraten ist. Ein wichtigeres Argument für diese Gäste ist nämlich die Sicherheit. Nun lässt sich mit Staatenlenkern und Königen allein so ein Hotel nicht wirtschaftlich betreiben. Direktor Willy Weiland musste sich also etwas einfallen lassen. Seine neueste Idee ist der "Club Inter-Continental", eine private Insel im Hotelbetrieb. Auf zwei Etagen wohnen jene Hotelgäste, die gern 50 Euro pro Nacht mehr dafür bezahlen, dass sie eine Club Lounge mit gemütlichen Sitzecken und einen kleinen Konferenzraum benutzen können. Hier kann man auch diskret einchecken, ohne dass die Prozedur in der Hotelhalle von jedem eingesehen werden kann. Für Columbia-Tristar-Chef Jürgen Schau, der oft Hollywoodstars nach Berlin bringt, hat sich das Haus mit dem Club wieder ins Geschäft gebracht: "Das Inter-Conti ist im neuen Berlin angekommen." ----Der unheilbar an Demenz erkrankte Entertainer Harald Juhnke ist ist anscheinend von einem Gericht entmündigt worden. Darüber berichtet die Zeitschrift "Neue Revue". Juhnkes Ehefrau Susanne sei zur Betreuerin ihres Mannes bestellt worden.----Vor 30 Jahren bei der deutschen Erstaufführung des Musicals "Jesus Christ Superstar" spielte der Schauspieler Reiner Schöne den Jesus: "Bei der Premiere saßen in der ersten Reihe Nonnen, die sich sehr gut amüsiert haben. Die anfängliche Aufregung im Lande legte sich bald." Dieser Tage hörte Schöne begeistert seinem Nachfolger Nicholas Rodriguez zu, der vom Sonntag an im Schiller Theater Jesus spielt. Schöne: "Die Stimmen der Kollegen von heute sind viel besser."(Mitarbeit: Heidi Müller)BERLINER ZEITUNG/CHRISTIAN SCHULZLächeln für s Familienalbum: Christo & Jeanne-Claude an der Seite von Roland Specker - für ihn extra aus New York angereist. ---leute Telefon 23 27 53 96 Telefax 23 27 51 14
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