Auf die Bahnstrecke zwischen Köpenick und Erkner ist am Sonntag ein Anschlag verübt worden. Unbekannte Täter hatten 13 Kabelabdeckplatten aus Beton zwischen die Schienen gelegt. Die Platten sind 40 Zentimeter lang, einen halben Meter breit und fünf Zentimeter hoch. Der Regionalexpress RE 38065 von Ostbahnhof nach Erkner fuhr gegen 6.45 Uhr gegen die Betonteile. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand jedoch erheblicher Sachschaden an der Lok. Die 35 Fahrgäste mussten am Bahnhof Erkner den Zug verlassen. Er wurde zum Betriebsbahnhof Rummelsburg geschleppt. Der Bundesgrenzschutz ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Den Tätern droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Die Ermittler haben noch keine Spur zu den Tätern. Bislang habe sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt, hieß es beim Bundesgrenzschutz. Ein politisches Motiv schließen die Ermittler bislang jedoch aus. Sie vermuten vielmehr eine Mutprobe von Jugendlichen. (ls.)
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