Bahnverkehr

Aggressiver Passagier im Zug: Polizei schmeißt randalierenden Schwarzfahrer aus dem ICE

Ein aggressiver Fahrgast ohne Ticket sorgt für eine halbstündige Verspätung im ICE Berlin–Hamburg. Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung und Beleidigung.

2 Min
Ein ICE der Deutschen Bahn im Bahnhof Ludwigslust. (Symbolbild)

Ein ICE der Deutschen Bahn im Bahnhof Ludwigslust. (Symbolbild)

© Jens Büttner/dpa

Ein Mann ohne gültigen Fahrschein hat am Montagabend einen ICE auf der Strecke von Berlin nach Hamburg zu einem außerplanmäßigen Halt in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern gezwungen. Der 36-Jährige beleidigte bei einer Kontrolle Bahnpersonal und stieß die Mitarbeiter weg. Er wies laut Bundespolizei einen Atemalkoholwert von 2,75 Promille auf.

Kein Fahrschein und aggressives Verhalten bei Kontrolle im ICE

Der Fahrgast war nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Rostock bereits kurz nach der Abfahrt in Berlin einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufgefallen, weil er keinen gültigen Fahrausweis vorlegen konnte. Eine ausgestellte Fahrpreisnacherhebung habe er nicht beglichen. Schon dabei sei der Mann durch aufbrausendes Verhalten aufgefallen.

Bei einem erneuten Versuch eines Bahnmitarbeiters, den Fahrpreis nachzuerheben, habe der Reisende ungehalten, aggressiv und beleidigend reagiert, teilte die Bundespolizei mit. Den Kontrolleur sowie einen weiteren Bahnmitarbeiter habe er jeweils mit der flachen Hand weggestoßen.

Polizeieinsatz bei außerplanmäßigem Halt am Bahnhof Ludwigslust

Der ICE 2900 hielt daraufhin außerplanmäßig am Bahnhof Ludwigslust. Kräfte der Polizeiinspektion Ludwigslust rückten mit Sonder- und Wegerechten an und übergaben den Mann anschließend an das Bundespolizeirevier Schwerin, wie die Bundespolizei mitteilte. Durch den ungeplanten Halt verspätete sich der Zug um 31 Minuten.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der 36-Jährige seine Fahrt fortsetzen – allerdings im Regionalverkehr. Der Mann habe ein Deutschlandticket besessen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. Zu weiteren Vorfällen sei es nicht gekommen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und Beleidigung ein.

Die Zahl der Übergriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn nimmt seit Jahren zu. Nach Angaben der Bundesregierung registrierte die Bundespolizei im vergangenen Jahr rund 2690 Angriffe auf Bahnmitarbeiter – etwa elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für viele Zugbegleiter gehöre die Sorge vor Gewalt inzwischen zum Arbeitsalltag.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner