Bezirk hat Sicherheitsbedenken

Grillverbot im Tiergarten zur Fußball-WM

Uwe Aulich
2 Min

Der Bezirk Mitte wird das Grillen im Großen Tiergarten während der Fußball-Weltmeisterschaft verbieten. "Wir werden die Grill-Erlaubnis auf den Flächen zwischen der Straße des 17. Juni und der John-Foster-Dulles-Allee vorübergehend aussetzen", sagte Mittes Wirtschaftsstadtrat Dirk Lamprecht (CDU) am Wochenende. Das Gefährdungspotenzial durch offenes Feuer sei zu hoch, weil dieses Gebiet an die Fanmeile grenze. Das Grillverbot soll nach dem Pfingstwochenende am 6. Juni in Kraft treten. Es wird bis zum 16. Juli gelten, weil einen Tag zuvor die Love Parade durch den Tiergarten zieht. Einen entsprechenden Beschluss will das Bezirksamt voraussichtlich schon morgen fassen.Das Grillen im Großen Tiergarten ist seit 1998 auf einer mehr als 20 Hektar großen Fläche erlaubt. An schönen Wochenenden verbringen dort bis zu 40 000 Menschen ihre Freizeit und brutzeln auf den Wiesen. Anschließend muss der Bezirk regelmäßig zwischen 80 und 120 Kubikmeter Müll aus den Grünanlagen holen und entsorgen. Wie Lamprecht sagt, kostet das den Bezirk jede Woche rund 12 000 Euro.Durch das Grillen ist laut Grünflächenamtschef Harald Büttner das "ökologische Gefüge im Tiergarten in Not geraten". Es sei ein eklatanter Rückgang an Singvögeln und Insekten zu verzeichnen. Eine Ursache: Die Griller kippen immer wieder Asche ins Unterholz. Gegen diese Verstöße und illegales Grillen auf anderen Flächen im Tiergarten geht das Ordnungsamt Mitte jetzt verstärkt vor. Wie Harald Strehlow, Chef des Ordnungsamtes, sagt, seien in der ersten Maihälfte 25 schwere Verstöße gegen das Grünanlagengesetz mit Geldbußen geahndet sowie 67 mündliche Verwarnungen ausgesprochen worden. Außerdem gab es 44 Anzeigen, weil Autos falsch geparkt waren.

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