MITTE. Für die Heinrich-Böll-Stiftung geht die Suche nach einem neuen Standort von vorn los. Die grünennahe Parteistiftung wollte eigentlich ihr Domizil in den Hackeschen Höfen verlassen und mit ihrer Zentrale in einen Altbau mit Ballsaal an der Oranienburger Straße 18 ziehen. Im Hof des so genannten Krausnicksblocks sollte noch ein Erweiterungsbau entstehen. Die Planungen dafür waren weit fortgeschritten, doch das Bezirksparlament Mitte machte der Stiftung jetzt einen Strich durch die Rechnung. Die Verordneten lehnten eine Änderung der Sanierungsziele für das Areal in der Spandauer Vorstadt ab. Denn im Hof soll ein Park angelegt werden.Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, ist enttäuscht. "Wir hatten den Altbau aus 50 Standorten ausgewählt und unsere Planungen darauf konzentriert", sagt er. Der Mietvertrag in den Hackeschen Höfen laufe 2007 aus, die Stiftung wolle gern in Mitte bleiben. "Wir müssen jetzt entscheiden, ob wir das Vorhaben aufgeben und uns einen neuen Standort suchen", sagt Fücks. Denn der Altbau allein ist für die 180 Mitarbeiter zu klein.Der Verein Bürgerpark Krausnickdreieck mit Anwohnern und Eigentümern hatte sich massiv gegen das Vorhaben der Heinrich-Böll-Stiftung gewehrt. Die Anwohner nutzen und pflegen seit 1999 den Hof und planen mit dem Bezirk, ihn zu einem 6 500 Quadratmeter großen Park umzugestalten, der öffentlich zugänglich sein soll. Laut Baustadträtin Dorothee Dubrau (Grüne) sollen die Arbeiten demnächst beginnen, für die Gestaltung stehen 500 000 Euro zur Verfügung.
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