Bezirk will mehr Flächen

"Parkplätze für Pendler fehlen"

Karin Schmidl
2 Min

Sechs Parkplätze mit dem blau-weißen P+R-Signet gibt es in Köpenick: jeweils an den S-Bahnhöfen Wuhlheide, Köpenick Friedrichshagen, Spindlersfeld und Grünau. Dort können Autofahrer ihren Pkw stehen lassen und für die Weiterfahrt in die Stadt die Bahn nutzen. Vor allem von Pendlern aus dem Umland wird diese Möglichkeit genutzt. Doch die Parkplätze reichen nicht. Wie zum Beispiel am S-Bahnhof Rahnsdorf. Dort wird die Anzahl der Pendler-Stellplätze von der Senatsverwaltung mit exakt 62 angegeben. "Doch dort gibt es gar keinen regulären Parkplatz", sagt Stadtrat Scholz. Die Autos würden am Waldrand und auf dem Fußweg abgestellt. "Ob dies überhaupt genehmigungsfähig ist, ist strittig", sagt Scholz. Doch der Senat sieht keinen Ausbaubedarf.Um je 100 Plätze sollen die Parkplätze an den Bahnhöfen Köpenick und Friedrichshagen erweitert werden. Zu wenig, sagt der Bezirk, der Bedarf sei wesentlich höher. Auch am S-Bahnhof Grünau, wo es 130 Stellplätze gibt, wünscht sich Köpenick viel mehr als die 200 neuen Plätze, die geplant sind. Doch aus der Senatsverwaltung heißt es: Vor dem Bau neuer Plätze verfolge man "vorrangig das Ziel, die vorhandenen Park-and-Ride-Plätze besser auszulasten." Konkret wird der Parkplatz am S-Bahnhof Altglienicke in Treptow genannt, der nur selten voll ist. Für Baustadtrat Scholz ist das absurd: "Wenn Altglienicke nicht ausgelastet ist, kann das doch nicht heißen, dass dort, wo wirklich Bedarf besteht, nicht ausgebaut wird." Er, so Scholz, könne keinem Autofahrer einen Umweg von Grünau oder Spindlersfeld nach Altglienicke zumuten. (sk.)

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