Seit 2012 haben Fünfzehnjährige in Deutschland Fähigkeiten im Umfang von bis zu zwei Schuljahren eingebüßt. Ludger Wößmann, Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, hält den Bildungsstand für wichtiger als jede Wirtschaftsreform.
Herr Wößmann, was hat die Vorstellung der Pisa-Ergebnisse bei Ihnen ausgelöst?
Für alle, die die Daten kennen und die Entwicklung verfolgen, war es keine große Überraschung. Traurig ist es trotzdem. Es ist ein Ergebnis, das man sich eigentlich nicht vorstellen kann. Die Fünfzehnjährigen von heute sind auf dem Niveau, auf dem vor gut zehn Jahren Dreizehn- bis Dreizehneinhalbjährige waren.
Bildungsniveau
Bildungsökonom: Pisa-Absturz gefährdet den Wohlstand – „Wir alle werden in Zukunft ärmer sein“
Der Bildungsökonom Ludger Wößmann rechnet vor, was der Leistungsrückgang bei der Bildung kostet, für die Betroffenen und für die deutsche Volkswirtschaft.
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Der Bildungsstand ist langfristig der wichtigste Faktor für das Wirtschaftswachstum, sagt Ludger Wößmann.
© chromorange/dpa
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