Bis zum 30. Oktober wird die Straße neu geteert

Hackescher Markt bleibt vorerst Baustelle

BLZ
2 Min

Autofahrer müssen den Hackeschen Markt noch bis zum 30. Oktober umfahren. Nachdem am Wochenende in drei Schichten die Straßenbahngleise neu verlegt wurden, wird jetzt die Straße neu geteert. Der Verkehr wird für die kommenden zwei Wochen über Dircksen-, Roch-, Münz- und Rosenthaler Straße umgeleitet.Mathias Olm, Bauleiter der zuständigen Firma Spitzke aus Buckow, zeigte sich am Sonntagmittag, zumindest was die Gleisarbeiten betrifft, zuversichtlich: "Am Montag fährt die Tram wieder." Im Drei-Schicht-Betrieb hatten seine Arbeiter ab Freitag, 22 Uhr, die Gleise aus dem Betonbett herausmontiert und auf einer Strecke von über 40 Metern neue Schienen in einem engeren Bogen zum Gehweg verlegt. "Eine Routinearbeit", sagt Olm.Von Montag an wird die Rudower Firma Heinrich Köhler die Fahrbahndecke erneuern. "Autos können hier wieder ab dem 30. Oktober fahren", sagte am Sonntag Bauleiter Hans Zöllner. Die Gehwege werden voraussichtlich bis Mitte November gemacht. Bereits am Wochenende stellten Bauarbeiter dafür Absperrgitter auf.Planungsfehler als UrsacheDie Arbeiten waren notwendig geworden, weil die Bahnen in der Kurve nicht gleichzeitig aneinander vorbeipassten ein Planungsfehler des von der Senatsverkehrsverwaltung beauftragten Ingenieurbüros. Er wurde erst bemerkt, als die Straßenbahnen dort bereits ihren Betrieb aufgenommen hatten und nur aneinander vorbeikamen, wenn ein Fahrer dem anderen per Handzeichen die Vorfahrt signalisierte.Hauptleidtragende der Dauerbaustelle sind die Geschäftsleute. Barbara Fahrendholz, Inhaberin eines Theatershops und Sprecherin der Interessengemeinschaft der Geschäftsleute, hat kein Verständnis für die erneuten Bauarbeiten. "Seit 1990 hatten wir immer Baustellen vor der Tür." Den Planungsfehler kann sie sich nicht erklären. "Mir ist das schleierhaft, Schienen werden in Berlin doch nicht zum ersten Mal verlegt."Entschädigung gefordertBarbara Fahrendholz klagt seit Jahren über Umsatzeinbußen, weil Kunden wegen der Dauerbaustelle fern bleiben. Wenn die Senatswirtschaftsverwaltung das von ihr geforderte Überbrückungsgeld nicht bewilligt, muss sie ihr Geschäft zum Jahresende schließen. "Wir brauchen eine pauschale Entschädigung für die entgangenen Einnahmen", fordert die Sprecherin der Interessengemeinschaft. (szm.)

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