Russland

Steigen russische Öleinnahmen oder sinken sie?

Die staatlichen Einnahmen Russlands aus Öl lagen im Juni fast 50 Prozent über dem Vorjahresniveau. Doch die Sache hat einen Haken.

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Ein Arbeiter an einem Ölfeld in Russland im Jahr 2021: Trotz westlicher Sanktionen bleibt der Ölexport für Russland ein profitables Geschäft.

Ein Arbeiter an einem Ölfeld in Russland im Jahr 2021: Trotz westlicher Sanktionen bleibt der Ölexport für Russland ein profitables Geschäft.

© ITAR-TASS/Imago

Die Wirtschaft Russlands treffen und gleichzeitig die Abhängigkeit von russischen Öl-Importen reduzieren: Das ist das Ziel der zahlreichen Maßnahmen, die die EU seit dem Beginn des Ukraine-Krieges gegen russisches Öl erhoben hat. Trotzdem lagen die staatlichen Einnahmen Russlands aus Öl im Juni fast 50 Prozent über dem Vorjahreswert, wie Daten des russischen Finanzministeriums zeigen. Wie kann das sein?

Hauptgrund für den Profit sind die Ölpreise, die im Mai ebenfalls deutlich über den Vorjahreswerten lagen. Dabei hatten die G7-Staaten und die EU eigentlich einen Höchstpreis von 60 Dollar pro Barrel für russisches Rohöl festgelegt. Über diesem Preis dürfen westliche Unternehmen kein russisches Öl an Drittländer weiterverkaufen und transportieren. So soll der Profit Russlands durch den Ölexport eingeschränkt werden. Doch Russland umgeht dabei einen Teil der westlichen Sanktionen durch den Einsatz einer Schattenflotte. Bei Schiffen, die zu der Schattenflotte gehören, sind die Eigentumsverhältnisse oft undurchsichtig und so auch die Herkunft des transportierten Öls unklar. Auf diesem Weg können russische Händler die Ölpreis-Obergrenze der westlichen Länder aushebeln.

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